Liverpool/Porto - Mit dieser Reise zu Jürgen Klopp an die legendäre Anfield Road erfüllt sich für den FC Augsburg ein „Kindheitstraum“. Nach dem 0:0 vor einer Woche glaubt der internationale Fußball-Nobody tatsächlich an seine Mini-Chance beim ruhmreichen FC Liverpool. „Da fährt der kleine FC Augsburg nach Liverpool, um da eventuell eine Sensation zu schaffen. Da darf und soll sich jeder drauf freuen“, frohlockte Trainer Markus Weinzierl vor der ersten Dienstreise auf die Insel.
Hochmotiviert bestieg das Team am Mittwoch den Flieger: Es soll mehr als nur eine Sightseeingtour in der Stadt der Beatles werden. Zwei Passagiere konnten sich an Bord aber nicht uneingeschränkt auf Liverpool freuen: Der am Oberschenkel verletzte Raul Bobadilla reiste nach nur einer Laufeinheit auf die Insel, sein Einsatz an diesem Donnerstag (19 Uhr) ist fraglich.
Und Torhüter Marwin Hitz freut sich auf sein zweites Kind, der Geburtstermin bei seiner hochschwangeren Frau kollidiert mit dem Liverpool-Trip. Die Reise an die Anfield Road machte er dennoch mit. „Alles ist abgesprochen“, meinte der Schweizer zu seiner Terminnot.
Die Augsburger erwartet ein womöglich einmaliges Highlight: Viel mehr Fußballkult als beim Trip zum fünfmaligen Landesmeister-Cup-Gewinner und Champions-League-Sieger geht kaum. „Von so einem Stadion träumt man sein ganzes Leben: Camp Nou, Bernabéu und San Siro sind noch einige Stadien, die genauso Prestige haben wie die Anfield Road“, schwärmte Mittelfeldmann Tobias Werner: „Ganz Augsburg soll das Spiel genießen. Die Mannschaft wird sich zur absoluten Energieleistung pushen.“
So leicht wie beim ungefährdeten 2:0 vor Wochenfrist dürfte es an diesem Donnerstag (21.05 Uhr/Sport 1) für Borussia Dortmund beim FC Porto indes nicht noch einmal werden. „Sie haben eine super Kulisse im Rücken und werden mutiger spielen. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, warnte Kapitän Mats Hummels. Nach dem Ausfall von Sokratis muss der BVB die Abwehrkette umstellen. Für den Griechen könnten Neven Subotic oder Sven Bender in die Startelf rücken.
Schalke 04 hilft an diesem Donnerstag (19 Uhr) gegen Schachtjor Donezk nach der Nullnummer im Hinspiel nur ein Sieg. „Wir haben eine gute Ausgangsposition, aber ein 0:0 ist gefährlich. Wir dürfen kein Gegentor zulassen“, erklärte Schalkes Trainer André Breitenreiter. Der Einsatz von Leon Goretzka, der sich eine Wadenzerrung zuzog, ist ebenso noch nicht gesichert wie das Mitwirken von Eric Maxim Choupo-Moting (Beckenprellung) und Max Meyer (Mandelentzündung).
