Zürich - Fünf deutsche Nationalspieler dürfen mehr als zwei Jahrzehnte nach der Auszeichnung von Lothar Matthäus wieder auf Weltfußballer-Ehren hoffen. Kapitän Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer und Thomas Müller von Triple-Gewinner Bayern München sowie Mesut Özil vom FC Arsenal stehen auf der Auswahlliste des Weltfußball-Verbands Fifa.
Zu den 23 Akteuren zählen auch die Bundesliga-Profis Arjen Robben, Franck Ribéry (beide FC Bayern) und Robert Lewandowski (Borussia Dortmund). In der Vorauswahl der zehn Kandidaten für die Kür zum Welttrainer sind Triple-Triumphator Jupp Heynckes und BVB-Coach Jürgen Klopp.
Mit sechs Spielern ist Bayern München vor dem FC Barcelona (4) und Paris Saint-Germain (3) zahlenmäßig am stärksten vertreten. „Das ist die Bestätigung dafür, dass die Mannschaft Herausragendes geleistet hat. Das wird in der Welt des Fußballs zur Kenntnis genommen“, erklärte FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.
Als letzter deutscher Profi wurde Matthäus im Jahr 1991 als Weltfußballer ausgezeichnet. Nach einer Spielzeit der Superlative dürfen nun besonders die Bayern-Profis hoffen. „Es wäre nach dieser Wahnsinns-Saison an der Zeit. Aber das entscheide ja nicht nur ich, sondern viele Kapitäne, Trainer und Journalisten aus aller Welt“, hatte Lahm jüngst betont.
Nach seiner Ehrung zu Europas Fußballer des Jahres gilt Ribéry als einer der heißesten Anwärter auf den Ballon d’Or. Aber auch seine Mitspieler dürfen hoffen. „Unglaublich! Und ich bin auch noch dabei, das macht mich stolz, wird meinen Hunger nach Siegen und Titeln jedoch nicht mindern“, sagte Müller.
Viermal nacheinander gewann Barcelonas Superstar Lionel Messi von 2009 bis 2012 die Weltfußball-Trophäe. Der Argentinier steht ebenso auf der Fifa-Liste wie die Real-Profis Cristiano Ronaldo (Portugal) und Gareth Bale (Wales) sowie der schwedische Torjäger Zlatan Ibrahimovic (Paris Saint-Germain). Die endgültige Wahl treffen nun die Spielführer und Cheftrainer der Nationalteams sowie ausgewählte internationale Medienvertreter. Der Sieger wird am 13. Januar 2014 bekanntgegeben.
