Hamburg - Seit Rafael van der Vaart Kapitän ist, spielt der Fußball-Bundesligist Hamburger SV wie verwandelt. Mit zwei Toren (13., 20. Minute) führte der energische Niederländer seine Elf zum 2:1 (2:1)-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf. „Es hat ihm gut getan, Spielführer zu werden. Letzte Woche eine Vorarbeit, heute zwei Tore. Er war überragend“, urteilte Sportdirektor Frank Arnesen über den Regisseur des HSV.
Die Fortuna musste sich dagegen über eine vertane Chance im Abstiegskampf ärgern, auch wenn der Abstand zum Relegationsplatz weiter drei Zähler beträgt. In den ersten 20 Minuten war bei den Rheinländern die Verunsicherung nach sieben Partien ohne Sieg nahezu greifbar. Doch dann hatten die Gäste zwingendere Torchancen als die Hamburger. Es war weit mehr drin als das Standardtor von Dani Schahin (34.), der drei Jahre in der HSV-Reserve gespielt hatte, aber für die Profis für zu schlecht befunden wurde.
HSV-Trainer Thorsten Fink nahm das Wort Europa derweil nicht in den Mund. Er freute sich, dass die gesamte Mannschaft von Beginn an willens war, ärgerte sich aber gewaltig, dass der Erfolg am Ende äußerst glücklich ausfiel. „Wir sind noch nicht gefestigt“, bekannte Fink.
Am Sonntag kamen 1000 HSV-Fans ins Stadion, um mit den Profis zu diskutieren. „Es war ein sehr guter und angenehmer Austausch mit unseren Fans“, sagte Torwart René Adler im Anschluss an den gut zweistündigen Spieler-Fan-Dialog, den der Spielerrat nach dem 2:9 bei Bayern München vor zwei Wochen initiiert hatte.
Beim Spiel gegen Düsseldorf wurde in der Hamburger Arena die neue Stadionuhr eingeweiht. Der Vorgänger des Geräts, das die Dauer der Bundesliga-Zugehörigkeit des HSV anzeigt, war im November 2012 kaputt gegangen. Als die neue Uhr nun in Betrieb genommen wurde, zeigte sie 49 Jahre, 238 Tage, 22 Stunden und 22 Minuten an. Der Hamburger SV ist der einzige Verein, der seit der Gründung der Bundesliga im Sommer 1963 ununterbrochen im Oberhaus spielt.
