Nürnberg - Nürnbergs Interimstrainer Roger Prinzen versuchte die allgemeine Tristesse auszublenden. Rekord-Absteiger, Fahrstuhl-Club – alle gängigen Synonyme wurden nach dem 0:2 beim Europa-League-Anwärter Mainz 05 wieder bemüht. Tatsächlich machen es die Daten und Taten der vergangenen Wochen schwer, zwei Spieltage vor dem Saisonende in der Fußball-Bundesliga an eine erfolgreiche Rettungsmission des fränkischen Traditionsclubs zu glauben.
Der achte Absturz in die Zweitklassigkeit ist nach der neunten Pleite in den vergangenen zehn Spielen wieder ein Stück wahrscheinlicher geworden. Ziel ist für den Tabellen-17. nur noch der Relegationsplatz. „Die theoretische Chance ist noch da“, sagte Sportvorstand Martin Bader: „Aufgeben wäre fatal.“
Seit seiner Beförderung ließ Prinzen Standardsituationen trainieren – gegen die Mainzer führten trotzdem zwei Aktionen nach ruhenden Bällen zu den entscheidenden Toren durch Shinji Okazaki (30. Minute) und Christoph Moritz (44.). Für die Nürnberger waren es schon die Gegentreffer 19 und 20 bei Standardsituationen.
