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NWZonline.de Sport Fußball

Klinsmann schon wieder Berufsoptimist

09.12.2019

Frankfurt /Berlin Jürgen Klinsmann machte seinem Ruf als Berufsoptimist auch nach dem vermeintlichen Rückschlag wieder alle Ehre. Er strahlte und schwärmte – der verspielte Befreiungsschlag mit Hertha BSC schien den 55-Jährigen nur am Rande zu interessieren. „Das war ein großer Schritt nach vorne“, bekannte der neue Trainer der Berliner vielmehr, „da ist etwas am Heranwachsen“.

Klinsmann sprach zufrieden von den Eindrücken in der Hauptstadt, von den vor ihm liegenden Aufgaben und von der großen Bereitschaft der Schützlinge in den ersten eineinhalb Wochen unter seiner Regie. Dabei war er eigentlich nur zur Analyse des 2:2 am 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Eintracht Frankfurt befragt worden.

Und der ehemalige Bundestrainer ahnte sofort, wohin diese Frage führen sollte. „Wenn man in der Tabelle da unten drin hängt“, sagte er deshalb, „dann nimmt man jeden Punkt mit“. Als verpasste Chance stufte er den ersten Punktgewinn der Berliner nach zuvor fünf Niederlagen also trotz der 2:0-Führung nach einer Stunde nicht ein.

Seine Spieler teilten diese Einschätzung nicht. „Schwierig“ war die Beurteilung der zweiten Begegnung unter Klinsmann für Nationalspieler Niklas Stark, „weil wir schon drei Punkte mitnehmen wollten. Jetzt müssen wir positiv bleiben“, sagte er. Und der Serbe Marko Grujic, der die Führung von Dodi Lukebakio (30. Minute) genial vorbereitet hatte und selbst traf (63.), meinte: „Zwölf Punkte sind sehr weit weg von gut.“

Dass sich die magere Ausbeute unter dem neuen Trainer aber weiter zum Positiven verändern wird, davon war Grujic überzeugt – weil Klinsmann eine besondere Motivation auslöst. „Er besitzt einen der größten Namen im deutschen Fußball. Ich bin so glücklich, unter ihm zu arbeiten. Wir können so viel von ihm lernen“, sagte der Serbe, der Klinsmann nach dem Spiel „sehr positiv und mit einer guten Körpersprache“ wahrgenommen hatte.

Das bewies der frühere Bundestrainer, der sich vor dem Spiel nach „Bild“-Informationen mit dem 1996-Europameister-Coach Berti Vogts traf, auch auf der Pressekonferenz, bei der er von der Arbeit mit den Berlinern schwärmte und den Eindruck vermittelte, mehr Fan als Trainer zu sein. „Die Spieler sind gewillt zuzuhören und die Dinge direkt umzusetzen. Es ist wahnsinnig schön, mittendrin zu sein und helfen zu dürfen“, sagte Klinsmann.

Vor der prekären Situation verschloss er die Augen freilich nicht. Während Grujic auf Zeit spielte und die Winterpause herbeisehnte, „damit wir trainieren und uns einspielen können“, gierte Klinsmann nach der Erlösung im nächsten Spiel. „Nächste Woche wollen wir die drei Punkte holen“, sagte er mit Blick auf das schwere Spiel gegen Freiburg. Und wenn es nicht klappt? Dann probieren es die Berliner eben im übernächsten Spiel. „Es geht nur Schritt für Schritt“, sagte Klinsmann – und lächelte zufrieden.

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