FRANKFURT/BERLIN - Der nach den Olympischen Spielen von Peking erwartete personelle Umbruch im Lager der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft ist ausgeblieben. Im Vergleich zu Olympia stehen für das letzte EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz am 1. Oktober in Basel lediglich drei neue Spielerinnen im DFB-Kader.

Die Olympia-Teilnehmerinnen Renate Lingor (Karriere-Ende), Conny Pohlers (Knie-Operation) und Celia Okoyino da Mbabi (Nachbehandlung eines Bruchs) werden durch Bianca Rech, Lena Goeßling und Martina Müller ersetzt.

Die deutschen Frauen sind nach sieben Siegen in sieben Qualifikationsspielen bereits als Gruppensieger für die EM-Endrunde 2009 in Finnland qualifiziert.

Vor dem letzten Qualifikationsspiel wollte sich Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz erneut nicht festlegen, wie lange sie dem Nationalteam noch erhalten bleibt. „Bis zur WM 2011 in Deutschland ist noch ein bisschen Zeit. Ich kann heute nicht sagen, dass ich da mit Sicherheit spielen werde, das hängt von zu vielen Faktoren ab“, sagte die 31-jährige Torjägerin. Sie fügte hinzu: „Ich werde es rechtzeitig mitteilen, wenn ich aufgehört habe.“

Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erhofft sich von seiner Frauen-Nationalmannschaft die erfolgreiche Titelverteidigung bei der Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland. Dabei will die Stadt Berlin das Eröffnungsspiel ausrichten und lässt sich dies etwas mehr als zwei Millionen Euro kosten. „Zu einer internationalen Metropole gehören große Events sowohl kultureller als auch sportlicher Art“, begründete Sportsenator Ehrhart Körting das Engagement.