FRANKFURT - FRANKFURT/SID - Eintracht Frankfurt hat zum ersten Mal seit 18 Jahren wieder das DFB-Pokalfinale erreicht und darf von der Rückkehr auf Europas Fußball-Bühne träumen. Dank des Treffers von Ioannis Amanatidis (16.) besiegte die Eintracht gestern Abend vor 49 961 Zuschauern im eigenen Stadion Arminia Bielefeld mit 1:0 (1:0) und zog zum sechsten Mal ins Cup-Endspiel ein.
Dort trifft sie am 29. April in Berlin auf den Sieger des zweiten Semifinales zwischen Regionalligist FC St. Pauli und Titelverteidiger Bayern München. Setzt sich heute (20.30 Uhr) wie erwartet der designierte Champions-Liga-Starter FC Bayern durch, wären die gegen den Abstieg aus der Bundesliga kämpfenden Frankfurter für den Uefa-Cup-Wettbewerb qualifiziert.
„Ich war noch nicht in Berlin, von daher ist es mein größter sportlicher Erfolg. Jetzt drücken wir den Bayern die Daumen, weil wir dann auf jeden Fall international dabei sind“, meinte Torschütze Amanatidis nach der Partie. Dagegen gestand Arminias Keeper Mathias Hain selbstkritisch ein: „Wir wollten nach Berlin, haben aber nicht alles abrufen können. Eintracht Frankfurt hat verdient gewonnen.“
Drei Tage nach der 0:1-Niederlage in der Bundesliga nahmen die Hessen erfolgreich Revanche. Schon beim ersten Erfolg versprechenden Eintracht-Angriff umkurvte Amanatidis Torwart Hain und schoss von der Strafraumgrenze ein. Die Gäste, für die Gabriel (14.) kurz zuvor die erste Chance der Partie ungenutzt gelassen hatte, hätten postwendend den Ausgleich erzielen können, doch Vata traf mit einem 22-m-Schuss die Latte (18.). In der Folge verflachte die Partie: Die ersatzgeschwächten Hausherren kontrollierten das Spiel und wurden von den harmlosen Ostwestfalen kaum gefordert.
Zu einem Zwischenfall kam es, als ein Fan in der ersten Hälfte den Zaun zum Stadion-Innenraum überwinden konnte, danach allerdings in den Graben stürzte. Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen bestätigte den Vorfall, teilte aber mit, dass sich der Zuschauer seiner Kenntnis nach nicht ernsthafter verletzt habe.
