FRANKFURT - Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt will in der anstehenden Saison ein Pilotprojekt starten und bei Auswärtsspielen einen rund 50-köpfigen Ordnungsdienst mit den Fans reisen lassen. Die Sicherheitsleute sollen und dürfen allerdings vorerst nur als Beobachter fungieren.

Eintrachts Finanz-Vorstand Axel Hellmann will nach den zahlreichen Fan-Krawallen der vergangenen Saison zudem eine eigene Eingreiftruppe ins Leben rufen. „Ich bin dafür, dass die Grundlagen für eine Art eigenen Ordnungsdienst geschaffen werden, der uns bei Auswärtsspielen begleitet“, sagte Hellmann der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Allerdings müsse dieser Dienst auch ein „Zugriffsrecht“ bekommen, „weil das Hausrecht der gastgebenden Vereine unserem Ordnungsdienst auswärts kaum Handlungsspielraum erlaubt“, äußerte Hellmann und forderte diesbezüglich eine bessere Abstimmung innerhalb der Bundesliga.

Nach Aussage des 40-jährigen Juristen treten 90 Prozent der Probleme mit den Frankfurter Anhängern bei Auswärtsspielen auf.