Frankfurt - DFB-Präsident Fritz Keller sieht den Fußball bei der Aufarbeitung der Nazi-Zeit und deren Folgen in einer zentralen Rolle. „Dieses unfassbare Grauen, dieses beispiellose Leid, das den Menschen angetan wurde, schmerzt umso mehr, weil der Fußball, der heute für Verständigung und Vielfalt einsteht und gegen Rassismus und Diskriminierung, sich damals nicht widersetzt hat. Im Gegenteil: Er hat sich mitschuldig gemacht“, sagte Keller in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes vom Freitag.
Am Montag findet – genau 75 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers in Auschwitz – zum 16. Mal der „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ statt. Keller sieht es für den DFB und die Vereine als „besondere Pflicht, dafür zu sorgen, dass diese Verbrechen niemals in Vergessenheit geraten“.
Ein Sonderlob sprach der 62-Jährige Bundesligist Eintracht Frankfurt aus. Die Hessen planen laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung, am Sonntag bei ihrer Mitgliederversammlung Rudolf Gramlich wegen seiner NS-Vergangenheit posthum den Titel als Ehrenpräsident abzuerkennen.
