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Fußball Fanattacke ruft Politik und Polizei auf Plan

dpa

FRANKFURT - Mit ihrer nächtlichen Attacke und einer lebensbedrohlichen Verfolgungsjagd auf Fans des Zweitligisten Eintracht Frankfurt haben gewaltbereite Anhänger des Ligarivalen Hansa Rostock nach der 1:5-Heimniederlage die Sicherheitsdebatte im deutschen Fußball wieder aufflammen lassen. „Es gab schon früher Übergriffe auf gegnerische Fans. Aber in dieser massiven Form ist das hier noch nie vorgekommen“, sagte Rostocks Polizeisprecherin Dörte Lembke am Montag.

Vor Wochenfrist hatte eine Autobahn-Attacke gewaltbereiter Kölner Anhänger auf einen Fan-Bus von Borussia Mönchengladbach für Aufsehen gesorgt. Die jüngsten Vorfälle sind Wasser auf die Mühlen von Politik und Polizei, die härtere Maßnahmen gegen Gewalttäter fordern.

„Die Möglichkeit der Einführung von personalisierten Tickets bei Vereinen, bei denen es immer wieder zu Gewaltexzessen der Fans kommt, wird derzeit von der Politik und den Sicherheitsbehörden geprüft“, sagte Polizeioberrätin Katja Kruse.

Angriff mit Flaschen

In der Nacht zu Sonntag hatten sieben Eintracht-Fans eine neue Dimension der Gewalt erlebt. Nach einem Restaurantbesuch in Warnemünde wurde die Gruppe aus dem nordhessischen Bad Hersfeld zunächst mit Steinen und Flaschen beworfen. Bei ihrer anschließenden Flucht wurden die Frankfurter Fans von vermummten Chaoten in drei Autos verfolgt. Auf der Rostocker Stadtautobahn versuchten die Verfolger, den Kleinbus von der Straße zu drängen und brachten die Eintracht-Anhänger in eine lebensbedrohliche Situation.

Die per Notruf alarmierten Beamten konnten sechs Täter festnehmen. Bei einer Hausdurchsuchung am Sonntag wurden bei den sechs Verdächtigen im Alter von 17 bis 27 Jahren, die der gewalttätigen Fußballszene in Rostock zugerechnet werden, Computer und Vermummungsmaterial beschlagnahmt.

Fans ausgeschlossen

Derweil hat das DFB-Sportgericht Eintracht Frankfurt mit einem Ausschluss seiner Fans für das Spiel bei Union Berlin am 26. März bestraft. Die Hessen müssen zudem den Berlinern den Schaden ersetzen, der durch die fehlenden Einnahmen entsteht. Anhänger der Frankfurter hatten beim Spiel in Düsseldorf (1:1) am 13. Februar Feuerwerkskörper und Rauchbomben gezündet und auf den Platz geschmissen.

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