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NWZonline.de Sport Fußball

Gewalt gegen Unparteiische bei Amateurspielen reißt nicht ab

22.11.2019

Frankfurt Die Forderung von lebenslangen Sperren, der Appell zu größerem Respekt, das Video der Spitzenschiedsrichter, die Botschaft des DFB-Sportgerichts – all die Bemühungen der vergangenen Tage im Kampf gegen die anhaltende Gewalt im Amateurfußball sind wirkungslos verpufft. Beim Pokal-Halbfinale des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV) wurde am Mittwochabend durch den Niederschlag eines Unparteiischen ein neuerlicher Tiefpunkt erreicht.

Das Video der Szene, das auf Twitter kursiert, ist schockierend. In erster Linie für den Schiedsrichter-Assistenten – aber auch für den gesamten Fußball. Das Spiel zwischen den beiden rheinland-pfälzischen Verbandsligisten TuS Rüssingen und Alemannia Waldalgesheim musste von Schiedsrichter Patrick Simon gegen Ende der ersten Hälfte abgebrochen werden, nachdem sein Assistent Jens Schmidt von einem Rüssinger Spieler zu Boden geschlagen wurde. Dass der Unparteiische rasch wieder auf die Beine kam und den Platz ohne Hilfe verlassen konnte, war der einzig positive Aspekt.

Beim SWFV wird der Vorfall der Sportgerichtsbarkeit zugeführt, doch damit ist das Problem der Gewalt bei Weitem nicht gelöst. Das zeigt der Vorfall wenige Tage zuvor in der hessischen Kreisliga, bei dem ein Schiedsrichter nach eigenen Angaben mehrfach beleidigt, bespuckt und auch tätlich angegriffen wurde. Der Fußball muss Lösungen präsentieren.

Was nach Ansicht von Hans E. Lorenz gar nicht geht, sind schlechte Vorbilder aus dem Profibereich. „Das, was oben passiert, findet seine Wiederholung an der Basis“, sagte der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts. Lorenz berichtete von neuen Vorfällen im Amateurbereich, bei denen Unparteiische im Stil von Ex-Nationalspieler Holger Badstuber als „Muschis“ bezeichnet wurden.

„Mir fehlt, durchgängig durch alle Ligen, der Respekt vor den Unparteiischen. Da können wir von anderen Sportarten lernen“, sagte DFB-Präsident Fritz Keller: „Der Schiedsrichter ist der Chef des Spiels. Das muss man akzeptieren.“

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