FRANKFURT - Nach dem Ende aller Titelträume geht bei Bayer Leverkusen die Angst vor dem Sturz aus den Champions-League- Plätzen um. „Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht alles kaputt machen, was wir bisher erarbeitet haben“, appellierte Manuel Friedrich nach dem schmerzlichen 2:3 (1:1) bei Eintracht Frankfurt.

Die dritte Niederlage in Serie ließ den Vorsprung des Tabellendritten (53 Punkte) auf Verfolger Borussia Dortmund auf einen Punkt zusammenschmelzen. „Der Zug nach ganz vorne ist abgefahren. Wir sind Realisten und müssen jetzt nach hinten schauen auf Dortmund und Bremen, zumal jetzt die Bayern kommen“, sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler.

In einem hochklassigen Schlagabtausch hatte Stefan Kießling (33./46.) den Rückstand durch Selim Teber (28.) gedreht. Nach der Roten Karte gegen Daniel Schwaab (49.) trafen Caio (62.) und Maik Franz für die Eintracht.

„Wenn wir die Partie mit elf Mann beenden, gehen wir sicher als Sieger vom Feld“, sagte Bayer-Trainer Jupp Heynckes: „Wenn man zu spät kommt und den Gegner so trifft, ist es meist Rot. Da hat die Cleverness gefehlt“, ergänzte Heynckes, der das Ergebnis „negativ“ fand, „aber nicht das Spiel“.

Die Hessen träumen indes nun sogar von einem Europacup-Startplatz. „Wir wollen angreifen. Immer nur im Mittelfeld zu spielen, macht doch keinen Spaß“, meinte Mittelfeldspieler Patrick Ochs.