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NWZonline.de Sport Fußball

Proficlubs sperren Investoren aus

23.03.2018

Frankfurt Christian Seifert wirkte ein wenig angefressen auf dem Podium des Hotels am Frankfurter Flughafen. Schmallippig kommentierte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) das abrupte Ende der Diskussion über die Abschaffung von 50+1 im deutschen Profifußball. „Ich finde diese Regel generell ein wenig überhöht“, sagte Seifert: „Wir werden sehen, ob es möglich ist, sie und die damit verbundenen Ziele zu halten und ob das juristisch tatsächlich hält.“

Statt der angekündigten, ergebnisoffenen Debatte schafften die Befürworter der Investoren-Sperre am Donnerstag während der DFL-Mitgliederversammlung innerhalb weniger Stunden Fakten. 18 Clubs stimmten für einen Antrag des Zweitligisten FC St. Pauli, nach dem zwar weiter über „Rechtssicherheit“ und „Rahmenbedingungen“ diskutiert werden soll – aber nur „unter Beibehaltung der 50+1-Regel“. Vier waren gegen die Formulierung, neun Vereine enthielten sich, drei Clubs beteiligten sich nicht an der Abstimmung.

„Das ist ein tolles Zeichen und ein guter Tag für alle, die es gut mit dem Fußball meinen“, sagte Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig, früher Mitglied der DFL-Geschäftsführung: „Das Signal ist wichtig. Allerdings dürfen wir jetzt nicht die Hände in den Schoß legen, sondern wir müssen größere Rechtssicherheit bekommen.“ Die Tausenden Fans, die gegen die Abschaffung mobil gemacht hatten, feierten die Abstimmung in den sozialen Medien wie einen großen Sieg.

Laut der 50+1-Regel, die es nur im deutschen Fußball gibt, dürfen Geldgeber in Deutschland nämlich nur die Mehrheit an einem Verein halten, wenn sie diesen mehr als 20 Jahre „ununterbrochen“ und „erheblich“ gefördert haben. Dies gilt für Bayer Leverkusen, den VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim. Hannovers Präsident Martin Kind hatte seinen Antrag auf eine Ausnahmeregelung unlängst zurückgezogen.

Deutlich unaufgeregter als über 50+1 wurde in Frankfurt der Videobeweis diskutiert, über den in der Hinrunde teils hitzig gestritten worden war. Nach der Entscheidung der Regelhüter des Weltverbandes Fifa am 3. März, die Technik offiziell zuzulassen, war die Entscheidung für den dauerhaften Einsatz des Schiedsrichter-Hilfsmittels in der Bundesliga wenig überraschend. Auch bei der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) wird der „VAR“ (Video Assistant Referee) zum Einsatz kommen.

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