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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: So planen Liga und Clubs Fan-Rückkehr

05.08.2020

Frankfurt Die neue Bescheidenheit des Profi-Fußballs bekräftigte Christian Seifert diplomatisch und treffsicher. „Wir erwarten nichts, wir fordern nichts“, sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga über die auch in der Politik zwiespältig geführte Debatte der Fan-Rückkehr in die Stadien: „Wir bereiten uns darauf vor.“ Bis zum Jahresende würde es – selbst wenn die Corona-Pandemie Zuschauer zulässt – keine Auswärtsfans in den Stadien geben, bis Ende Oktober keine Stehplätze und keinen Alkohol. „Priorität in Deutschland haben nicht volle Stadien, sondern die gesundheitliche Situation“, sagte Seifert nach der DFL-Mitgliederversammlung am Dienstag.

Nicht kapitulieren

Auch der DFL sei nicht entgangen, dass die Signale aus der Politik angesichts steigender Infektionszahlen „nicht mehr so positiv“ ausgefallen seien. Aktuell spiele Corona eben noch mit. „Dennoch darf man nicht kapitulieren, nur auf einen Impfstoff hoffen und warten, dass es endlich vorbeigeht“, betonte Seifert.

Die 36 Vereine der Bundesliga und 2. Liga einigten sich auf das einheitliche Vorgehen für die mögliche Rückkehr der Fans zum oder bald nach dem Saisonstart am 18. September. Als vierten Punkt beschlossen die Clubs, „bei ihren Spielen sicherzustellen, dass im Fall von Infektionen die Identität und Kontaktdaten möglicher und eventuell betroffener Stadionbesucher ermittelt werden können.“ Personalisierte Tickets dürften die Folge sein.

Die Entscheidungen treffen die Behörden. „Der Profifußball kann wie alle Lebensbereiche nur in Etappen ins normale Leben zurückgehen“, sagte Seifert, der betonte, dass alle Maßnahmen nicht auf die langfristige Zukunft des deutschen Fußballs ausgelegt sind. Die Taskforce „Zukunft Profifußball“ soll im September ihre Arbeit aufnehmen und „einige Entwicklungen zur Vergangenheit reflektieren“.

Konkrete Zuschauerzahlen zum Start werde kein Club fordern. Auch nicht mehr Union Berlin, der sein Stadion bereits zum Start voll besetzt haben wollte. „Mit dem Vorstoß haben sie einen Wunsch zum Ausdruck gebracht. Den haben doch alle“, relativierte der DFL-Chef. „Selbstverständlich kann das kein kurzfristiges Ziel sein, 600 000 Zuschauer am ersten Spieltag zu haben“, sagte Seifert: „Unter solchem Realitätsverlust leidet keiner.“

Das Fan-Bündnis „Unsere Kurve“ bezeichnete die Pläne als „wie erwartet“ und zeigte sich skeptisch. „Vor dem Hintergrund der Infektionszahlen muss man sowieso fragen, ob es überhaupt so weit kommt“, sagte Vorstandsmitglied Jost Peter. Falls Fans in die Arenen gelassen werden, „würde es eher einem Theaterbesuch ähneln. Mit Fankultur hat das nichts zu tun.“

Spieler als Vorbilder

Den Spielern kommt laut Seifert nun eine besondere Rolle zu. „Wir müssen uns unserer Vorbildfunktion bewusst sein“, sagte er. Mit ihrem Verhalten bei den „Geisterspielen der Saison 2020/21 hätten sie sich einen „Vertrauensvorschuss“ verdient.

Positiv äußerte sich Seifert zu den jüngsten Gutachten zu einer Gehaltsobergrenze im Profifußball. „Grundsätzlich ist das ein guter und ein wichtiger Hinweis“, meinte er. Zwei Rechtsgutachten des Bundestages waren zu dem Schluss gekommen, dass diese Grenze durchaus möglich sei. Voraussetzung für eine Deckelung der Millionengehälter sei aber die Einführung durch die Europäische Fußball-Union.

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