Frankfurt - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im Schiedsrichterstreit drei Gelbe Karten verteilt. Wie der Verband am Freitagabend mitteilte, stimmten die Streithähne Hellmut Krug, Herbert Fandel und Manuel Gräfe einem Kompromissvorschlag der neuen Ethikkommission unter dem Vorsitz des ehemaligen Bundesaußenministers Klaus Kinkel zu.
Und dieser hat es durchaus in sich: Krug muss seine Funktion in der Schiedsrichterkommission Elite aufgeben, bleibt aber Leiter des Projektes Video-Assistent. Fandel besucht keine Lehrgänge der Elite-Schiedsrichter mehr, bleibt aber auf Wunsch der Mehrheit der Bundesligaschiedsrichter ihr Coach. Beide verlieren durch die Entscheidung an Einfluss.
Gräfe, der die öffentliche Auseinandersetzung durch Vorwürfe gegen Krug und Fandel ausgelöst hatte, darf sich in Zukunft „nicht mehr unabgestimmt in der Öffentlichkeit äußern. Andernfalls wird er nicht mehr als Schiedsrichter in der Bundesliga eingesetzt“, heißt es.
DFB-Präsident Reinhard Grindel stellte derweil klar, dass unabhängig von der Einführung des Videobeweises der Schiedsrichter „das Sagen auf dem Rasen“ habe. Ein kürzlich an die Vereine verschickter Brief, der anderes suggeriere, sei nicht mit ihm abgestimmt gewesen.
