FRANKFURT - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) müssen in Bezug auf die Ausschreitungen in den Stadien einen schwierigen Spagat bewerkstelligen.

„Wir stecken in einem Dilemma. Es macht keinen Sinn, noch Maßnahmen oben draufzusetzen. Aber wir müssen für die überwiegend friedlichen Zuschauer auch für Sicherheit sorgen“, sagte DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus am Donnerstag.

Er wendet sich damit auch gegen Forderungen, Geisterspiele auszutragen und einen namentlichen Ticketverkauf einzuführen. DFL und DFB hatten zuletzt hart durchgegriffen. Nach Krawallen beim Spiel zwischen Berlin und Stuttgart (13. März/1:2) darf Hertha das Spiel gegen den VfB Stuttgart an diesem Sonnabend vor nur 25 000 Zuschauern austragen. Das kostet Hertha etwa 500  000 Euro.

Unterstützung erhielt der DFL-Geschäftsführer von Thomas Feltes. Der Professor für Kriminologie in Bochum riet, „gewaltbereiten Fans die Hand auszustrecken und nicht noch mehr Fronten aufbauen“. Zudem mahnte er zur Vorsicht in der Diskussion um Stadionverbote, da sie zu Stigmatisierung führen können.