Mainz - Trainer Armin Veh war zufrieden, seine Spieler träumen weiter von Europa: Trotz eines mageren 0:0 im Rhein-Main-Derby bei Mainz 05 fühlte sich Eintracht Frankfurt als ein Sieger des Wochenendes im „Schneckenrennen“ um die internationalen Plätze in der Fußball-Bundesliga. „Wir sind noch im Rennen und können mit dem Punkt leben. Wir haben Mainz auf Distanz gehalten“, sagte Veh.
Auch die Spieler des Aufsteigers glauben fest an die Krönung einer starken Saison. „Wir sind immer noch dick im Geschäft“, meinte Sebastian Rode, während Sebastian Jung nach 90 eher langweiligen Minuten nüchtern feststellte: „Unser Ziel war es, nicht zu verlieren. Das haben wir geschafft.“
Mainz wartet derweil seit sechs Spielen auf einen Sieg. Die Chance, noch einmal in den Kampf um die Europa-League-Plätze einzugreifen, ist dahin. „Wir wollten gewinnen. Deshalb sind wir nicht zufrieden“, sagte FSV-Trainer Thomas Tuchel. Sein Spieler Andreas Ivanschitz widersprach ihm allerdings: „Ein Stück weit Verunsicherung ist noch in der Mannschaft drinnen. Wir haben aber alles abgerufen und können mit dem Punkt leben.“
Vor den Augen von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach traten beide Mannschaften vor 34 000 Fans in der ausverkauften Arena zwar engagiert auf, ließen im Abschluss aber die notwendige Konsequenz vermissen. Tuchel musste vor der Partie noch eine Hiobsbotschaft verkraften: Torjäger Adam Szalai (13 Treffer) wird aufgrund einer Fraktur im Querfortsatz eines Lendenwirbels in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Gegen Frankfurt fehlten zudem Jan Kirchhoff und Eric Maxim Choupo-Moting.
