FRANKFURT - FRANKFURT/SID/DPA - Im Lizenzierungsverfahren hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) bei den Erstentscheidungen keine Lizenzverweigerungen aussprechen müssen. Dies bestätigte der für Finanzen zuständige DFL-Geschäftsführer Christian Müller. Einige Clubs müssen allerdings Auflagen erfüllen, um die Zulassung zur Saison 2005/2006 in der 1. und 2. Liga zu erhalten.
Schalke 04 (rund 110 Millionen Euro Verbindlichkeiten) und Borussia Dortmund (rund 90 Millionen Euro) hatten gestern Nachmittag die DFL-Unterlagen noch nicht per Post erhalten. Erst auf Nachfrage wurden beide vom Ligaverband unterrichtet. Schalke erhielt die Lizenz ohne Bedingungen, einzige Auflage: Die Königsblauen müssen der DFL regelmäßig Bericht erstatten.
Ähnlich ist der Fall bei den Schwarz-Gelben gelagert. Die Entscheidung sei an keine Bedingungen geknüpft. „Sie enthält lediglich übliche administrative Auflagen, die Berichts- und Nachweispflichten über die wirtschaftliche Entwicklung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA in der kommenden Saison betreffen“, teilte die Borussia mit.
Die DFL hatte am Dienstag auf postalischem Weg allen Bewerbern für eine Profi-Lizenz für die Saison 2005/06 die Erstentscheidung mitgeteilt. Aber nicht alle waren gestern Nachmittag in Kenntnis gesetzt. 48 Clubs, darunter alle 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der 1. und 2. Liga sowie zwölf Vereine aus den Regionalligen, hatten sich um eine Lizenz für die kommende Saison beworben.
Werder Bremen erhielt die Lizenz ohne Auflagen und Bedingungen, der Hamburger SV dagegen muss eine monatliche Ergebnisrechnung einreichen und darf bis zum Jahresende 2005 keine Verluste machen. Hannover 96 unterliegt ebenfalls einer Berichterstattungspflicht über die finanziellen Aktivitäten.
