FRANKFURT/MAIN - Frustredner Thomas Doll ist sechs Tage nach dem unglücklich verlorenen DFB-Pokalfinale zum Siegen verdammt. Bei einer Niederlage von Borussia Dortmund am Freitagabend (20.30 Uhr) im Gastspiel bei Eintracht Frankfurt droht der BVB im Saison-Endspurt noch einmal in den Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verwickelt zu werden – und der umstrittene Coach das Vertrauen der Vereinsführung endgültig zu verlieren.
„Wir sind sieben Punkte vom Abstiegsplatz weg. Es ist wichtig, dass wir uns darauf konzentrieren und nicht auf die Frage, ob ich in zwei Wochen noch da bin oder wer nächste Saison hier Fußball spielt“, sagte Doll vor dem Spiel in Frankfurt. Trotz des Erreichens des Uefa-Pokals arbeitet der 42-Jährige auf Bewährung. Auch wenn BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den Wutausbruch des Trainers am Mittwoch auf der Pressekonferenz nachvollziehen kann: „Dafür, dass jemand, der permanent von außen attackiert wird, irgendwann auch mal emotional reagiert, habe ich vollstes Verständnis.“
In Frankfurt muss der BVB auf Sebastian Kehl verzichten, der wegen eines Teilrisses zweier Bänder im linken Sprunggelenk ausfällt. Für ihn wird Marc-Andre Kruska in die Startelf rücken. Fraglich ist zudem der Einsatz von Stürmer Diego Klimowicz (Schulterprobleme).
Völlig unbeschwert kann dagegen die Eintracht aufspielen. Für die seit drei Spielen sieglosen Hessen geht es nur noch um die Erfüllung des Saisonzieles von 45 Punkten. Dafür braucht die Elf von Friedhelm Funkel, der sich am Donnerstag über die Vertragsverlängerung von Christoph Spycher bis 2010 freuen durfte, noch einen Sieg.
Der Eintracht-Trainer vertraut der gleichen Mannschaft wie zuletzt beim 1:3 in München. Abwehrchef Sotirios Kyrgiakos sitzt nach seinem Nasenbeinbruch zunächst nur auf der Bank.
