FRANKFURT/MAIN - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) geht im Streit mit dem Bundeskartellamt in die Verlängerung und hat beim Oberlandesgericht Düsseldorf Beschwerde gegen die „Rote Karte“ bei der Fernsehvermarktung eingelegt. „Die Vermarktungsmöglichkeiten der Bundesliga sind durch das Verhalten des Bundeskartellamts massiv eingeschränkt worden“, sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball. „Dadurch drohen der Liga erhebliche Wettbewerbsnachteile im internationalen Vergleich.“
Für die Erst- und Zweitliga-Vereine war durch das Einschreiten der Aufsichtsbehörde der Vertrag mit der Kirch-Tochter Sirius geplatzt, der den 36 Profivereinen jährlich 500 Millionen Euro gebracht hätte. Die DFL spricht von „nicht akzeptablen Hürden“ bei der Vermarktung der Medienrechte.
Das Kartellamt hatte das DFL-Modell als nicht verbraucherfreundlich zurückgewiesen. Grund war die zeitnahe Fernseh-Zusammenfassung – vor 20 Uhr – am Sonnabend im frei empfangbaren TV, die der Vertrag nicht vorsah.
