FRANKFURT/MAIN - Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die erste Hürde bei der Umsetzung des Drei-Milliarden-Euro-Vertrages mit der Kirch-Agentur Sirius übersprungen. Der Dachverband der 36 Proficlubs kündigte am Mittwoch die offizielle Ausschreibung der Bundesliga-Fernsehrechte für die drei Spielzeiten 2009/2010 bis 2011/2012 an. Zuvor hatte das Bundeskartellamt, das weiter den Vertrag und die Zentralvermarktung untersucht, seine Zustimmung für die sogenannte Ankündigung gegeben.

„Für den gesamten deutschen Profi-Fußball ist die zentrale Vergabe der Medienrechte von essenzieller Bedeutung. Wir begrüßen daher ausdrücklich, dass das Kartellamt Grünes Licht hinsichtlich der Ankündigung der Ausschreibung gegeben hat“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Mit dem formalen Akt können sich nun TV-Sender, Kabelgesellschaften und andere Interessenten in den nächsten vier Wochen bei der Firma Sirius als Bieter registrieren lassen.

Die eigentliche Rechte-Ausschreibung soll – vorbehaltlich der Prüfung durch das Kartellamt – laut Seifert im laufenden, zweiten Quartal dieses Jahres, „jedoch frühestens in vier Wochen“ beginnen.

Offenbar beurteilen die Wettbewerbshüter das Szenario kritisch, wonach die Kirch-Tochter Sirius und die DFL sämtlichen Sendern ein fertiges Programm verkaufen wollen. Nach Ansicht der Behörde würde dies den Wettbewerb auf dem TV-Markt einschränken. Der Bezahlsender Premiere hatte das Ansinnen von Sirius in Frage gestellt.