FRANKFURT/MAIN - Der BVB und Hertha müssen ihre Finanzaktionen darstellen. Bayern und Wolfsburg erhielten noch keinen Bescheid.

Von Jens Marx

FRANKFURT/MAIN - Die 36 Profi-Vereine im deutschen Fußball können aufatmen. Keinem Club wurde in der Erstentscheidung die Lizenz für die kommende Saison verweigert. Dies gilt zudem für die zwölf Regionalligisten mit Ambitionen und Hoffnungen auf den Sprung in die Zweite Liga. Bei einigen ist die Berechtigung allerdings an Auflagen oder Bedingungen geknüpft. Dies teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit. Binnen einer Woche können die Clubs gegen die Entscheidung Beschwerde einlegen.

Nachdem sich an Borussia Dortmund in der vergangenen Saison wegen einer Schuldenlast von 70 Millionen Euro eine heftige Diskussion um das Lizenzierungsverfahren entzündet hatte, bekam der börsennotierte Bundesligaclub die Lizenz diesmal ohne Bedingungen. Der Verein erhalte nur die üblichen administrativen Auflagen die Berichts- und Nachweispflichten der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA in der neuen Saison betreffend, hieß es in einer Ad-hoc-Mitteilung der Aktiengesellschaft.

Pokalfinalist Eintracht Frankfurt erhielt die Lizenz ohne Einschränkungen. „Uns freut, dass wir die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im zweiten Jahr in Folge nachweisen konnten“, sagte Finanzvorstand Thomas Pröckl.

Der einst hoch verschuldete VfB Stuttgart freute sich ebenso über die Lizenz ohne Auflagen wie Mainz 05 und der 1. FC Nürnberg. Vorbehaltlos wurde auch dem 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach, Arminia Bielefeld und Werder Bremen die Lizenz erteilt. Bayern München konnte gestern noch keine Auskunft geben, dürfte aber wie immer problemlos die Lizenz bekommen. Noch keinen Bescheid erhielt der VfL Wolfsburg. Mit Auflagen ist die Genehmigung bei Hertha BSC verbunden.