FRANKFURT/MAIN - Borussia Dortmund hat nach der Frustrede von Trainer Thomas Doll den erhofften Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga verpasst. Sechs Tage nach der knappen Niederlage im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München erkämpfte sich der BVB aber zumindest ein 1:1 (0:0) bei Eintracht Frankfurt. Damit bremste die Borussia nach zuletzt zwei Niederlagen mit 1:8 Toren den freien Fall in Richtung Abstiegszone und verschaffte Doll nach dessen Generalabrechnung am vergangenen Mittwoch etwas Luft.
Benjamin Köhler (46.) brachte die Eintracht per Kopf unmittelbar nach der Pause in Führung. Für den BVB glich Jakub Blaszczykowski vor 51 500 Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena in der 51. Minute aus.
„Wir haben vom Kampf her ein gutes Spiel gezeigt und nur einmal nicht aufgepasst. Es fehlt im Moment das Quäntchen Glück, um so ein Spiel zu gewinnen“, sagte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel, dessen Team zum dritten Mal in Folge trotz einer 1:0-Führung nicht gewinnen konnte.
„Es war wichtig, dass wir gepunktet haben und eine Reaktion zeigen. In der ersten Halbzeit waren wir noch nicht richtig drin, aber danach haben wir aufs Tempo gedrückt“, erklärte Doll.
BVB-Vorstandschef Hans-Joachim Watzke hatte in der Halbzeitpause erneut betont, dass man keine Trainerdiskussion führe. „Doll hat uns letztes Jahr zum Klassenerhalt geführt und diese Saison ins internationale Geschäft“, sagte er: „Wir müssen in der Bundesliga aber auch langfristig eine Entwicklung sehen. Das weiß auch Doll ganz genau.“
Eine frohe Botschaft für ihre Fans verkündeten die Hessen vor dem Anpfiff: Der griechische Nationalstürmer und Eintracht-Kapitän Ioannis Amanatidis verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um weitere zwei Jahre bis zum 30. Juni 2012.
Beste Spieler bei der Eintracht waren Köhler und mit Abstrichen Verteidiger Aaron Galindo. Beim BVB überzeugten vor allem Marc-Andre Kruska und Blaszczykowski.
