FRANKFURT/MAIN - Im Stile eines Champions hat Bayern München mit einer 1B-Auswahl drei Punkte auf dem Weg zum Titel eingefahren und eine erfolgreiche Generalprobe für das DFB-Pokalfinale an diesem Sonnabend (20 Uhr/ZDF) gegen Borussia Dortmund gefeiert. Der Spitzenreiter kam am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga dank einer Steigerung nach der Pause zu einem 3:1 (0:1)-Sieg bei Eintracht Frankfurt und behauptete den Zehn-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Werder Bremen.
Vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter WM-Arena brachte Benjamin Köhler die Eintracht in der 29. Minute in Führung, die Daniel van Buyten (60.) ausglich. Luca Toni (74./85.) stellte mit zwei Treffern den Sieg sicher. Es waren die Saisontore 19 und 20 für den Italiener.
„Jetzt werden wir auch deutscher Meister. Wann, ist mir ziemlich egal“, sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß. Er gestand ein, dass sein Team diesmal auch das Glück auf seiner Seite hatte. „Wenn man einen Lauf hat wie wir, dann gewinnt man eben auch solche Spiele.“ Frankfurts Stürmer Ioannis Amanatidis war bedient und befand: „Wir waren über 60 Minuten gegen ein europäisches Spitzenteam die bessere Mannschaft und wurden dann noch bestraft. Die haben uns zweimal ausgekontert und gewinnen völlig unverdient.“
Die Frankfurter agierten clever aus einer sicheren Abwehr heraus und wurden für ihren Einsatz nach einer knappen halben Stunde belohnt. Patrick Ochs flankte an den langen Pfosten, wo Köhler per Kopf keine Mühe hatte, zum 1:0 zu vollenden. Pomadig und ohne Inspiration spulte der Rekordmeister sein Pensum herunter und wäre dafür Sekunden vor der Pause fast ein zweites Mal bestraft worden. Martin Fenin umkurvte den für den verletzten Oliver Kahn spielenden Michael Rensing, passte von der Grundlinie auf Amanatidis zurück, doch der Kapitän setzte den Ball aus fünf Metern am leeren Tor vorbei.
Erst nach dem Wechsel wachten die Bayern auf. Franck Ribery (49.) und Christian Lell (54.) vergaben erste Möglichkeiten zum Ausgleich, den dann van Buyten per Kopf nach einem Eckball von Bastian Schweinsteiger besorgte. Ein Tor von Amanatidis (65.) fand wegen Abseits keine Anerkennung. So entschied Toni die Partie.
