FRANKFURT/MAIN/HAMBURG - FRANKFURT/MAIN/HAMBURG/DPA/SID - Abstiegskandidat und Mittelmaß in der Bundesliga – doch Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld können mit einem Sieg im DFB-Pokal-Halbfinale sogar von Europas Fußball-Bühne und Millionen-Einnahmen träumen.

„Wir wollen mit allen Mitteln nach Berlin, das ist unser Ziel“, sagte Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel. Drei Tage nach dem 0:1 in der Meisterschaft brennen die Hessen heute (20.30 Uhr/ZDF) in der Runde der letzten Vier auf Revanche gegen die Arminia im ausverkauften Frankfurter Stadion. „Das wird eine ganz harte Nuss“, befürchtet Funkel-Kollege Thomas von Heesen, Frankfurt sei die „unangenehmste Aufgabe“.

Ein für beide Clubs willkommener Geldregen sowie möglicherweise die Teilnahme am Uefa-Pokal winken. Denn sollte der Finalgegner Bayern München heißen und dieser in der Champions-Liga spielen, startet der zweite Finalist auch bei einer Niederlage im lukrativen Uefa-Cup. Doch bereits in der Vorschlussrunde fließt laut dem Eintracht-Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen, der von 1998 bis 2001 Manager in Bielefeld war, eine Million Euro in die Kassen. Das Endspiel würde noch einmal 1,5 Millionen Euro bringen. „Ans Geld denkt aber keiner, jeder will nur den Höhepunkt Berlin genießen“, meinte Funkel.

Morgen Abend (20.30 Uhr/ARD) hofft Regionalligist FC St. Pauli auf die Fortschreibung seines Fußball-Märchens. Nachdem die Hamburger im Viertelfinale Werder Bremen mit 3:1 bezwungen hatten, sorgt nun Bayern München nochmals für ein volles Haus. Gerne erinnert sich der Drittligist an den 6. Februar 2002 zurück, als man die Münchner im bislang letzten Pflichtspielvergleich mit 2:1 schlug. Bayern war damals Bundesliga-Tabellenführer und Weltpokalsieger – St. Pauli ein Abstiegskandidat, dafür aber fortan „Weltpokalsiegerbesieger“. Die T-Shirts mit entsprechender Beflockung waren seinerzeit Kult auf Hamburgs „geiler Meile“.