FRANKFURT/MAIN -

32 stimmberechtigten Clubs votierten dagegen.

FRANKFURT/MAIN/DPA - Die beiden deutschen Fußball-Profiligen werden in den nächsten Jahren ihren Spiel-betrieb unverändert mit jeweils 18 Vereinen bestreiten. Für die Beibehaltung des Status quo sprach sich bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gestern in Frankfurt/Main die Mehrheit der 32 anwesenden Club-Vertreter aus.

Bei der geheimen Abstimmung votierten 19 Vereine gegen die von Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen beantragte Aufstockung auf 20 Vereine von der Saison 2006/ 2007 an, 10 Clubs plädierten dafür, drei enthielten sich. Nicht stimmberechtigt waren die Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig, SC Paderborn, Kickers Offenbach und SF Siegen.

„Ich respektiere dieses Votum. Aber mir fehlen die Argumente, warum viele Zweitligisten nicht für die Aufstockung waren“, sagte Bruchhagen. Der Vorstand der DFL habe sich „klar positioniert und damit wohl Eindruck auf die Vereine gemacht“, meinte der Eintracht-Chef, der erstmals im Januar eine unter anderem auch von Franz Beckenbauer begrüßte Aufstockung gefordert hatte. Von Anfang an hatten sich die Spitzenclubs Bayern München und Werder Bremen vehement gegen eine Aufstockung ausgesprochen.

Hauptargument gegen eine Aufstockung war ein hochgerechneter erheblicher Mehraufwand von rund 54 Millionen Euro für Organisations- und Reisekosten sowie höhere Personalkosten und Prämienzahlungen. Diese Erlöse seien durch Fernseh-Gelder nicht zu erzielen.