FRANKFURT/MAIN - FRANKFURT/MAIN/DPA/SID - Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den ersten Spieler im Zuge des Wett- und Manipulationsskandals rechtskräftig verurteilt. Wie der DFB gestern mitteilte, wurde Thijs Waterink vom Regionalligisten SC Paderborn wegen „unsportlichen Verhaltens in Tateinheit mit passiver Bestechung“ bis zum 31. Juli dieses Jahres gesperrt. Der SC Paderborn wird Waterink, der seit Bekanntwerden der Affäre um Ex-Referee Robert Hoyzer vom Club bis zur endgültigen Klärung suspendiert worden war, nun eine fristlose Kündigung nach Hause schicken.

Der 36-jährige Niederländer Waterink hatte vor dem vom damaligen Schiedsrichter Hoyzer manipulierten Erstrunden-Pokalspiel des SC Paderborn gegen den Hamburger SV (4:2) am 21. August 2004 10 000 Euro von einem „ihm unbekannten, südländisch anmutenden Mitbürger“ mit dem Hinweis erhalten, dass er das Geld im Falle eines Paderborner Sieges behalten könne. Nach der Partie im Hermann-Löns-Stadion war das Geld unter den SC-Spielern verteilt worden. Jeder Akteur erhielt 500 Euro.

Unterdessen hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) einen neuen Termin für das von Hoyzer manipulierte Zweitligaspiel Ahlen-Burghausen vom 22. Oktober 2004 (1:0) bekannt gegeben. Die Partie wird am 27. April um 18.15 Uhr wiederholt. Das Sportgericht des DFB hatte am 15. Februar eine Neuansetzung verfügt. Über die Zweitligapartie Duisburg-Fürth vom 26. September 2004 (1:0) wird am 13. April vor dem DFB-Bundesgericht erneut verhandelt. Das DFB-Sportgericht hatte am 10. März den Fürther Einspruch abgewiesen, woraufhin die Franken Einspruch einlegten.