FRANKFURT - Die zunehmende Gewalt im deutschen Fußball könnte nach Angaben von Wolfgang Niersbach (61) zu einem Stehplatzverbot in den Bundesliga-Stadien führen. „Eines ist klar: Wir wollen und wir wünschen uns das nicht, aber es ist nicht zu leugnen, dass die Probleme weitgehend im Stehplatzbereich entstehen und nicht auszuschließen ist, dass aus der Politik irgendwann möglicherweise die Forderung danach kommen könnte, wie es in England geschehen ist“, sagte der neue Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dem Magazin „Kicker“.
Die Stehplätze gelten in Deutschland bei den Fans als „Heiligtum“. In den Stadien der englischen Premier League werden aus Sicherheitsgründen dagegen nur noch Sitzplätze angeboten. Zuletzt hatte sich unter anderem Liga-Chef Reinhard Rauball klar gegen eine Abschaffung der vor allem bei den Ultras beliebten Stehplätze ausgesprochen.
Niersbach sagte zudem, der DFB denke an eine Bewerbung um die Ausrichtung der EM 2020. Zuletzt hatte eine EM im Jahr 1988 in Deutschland stattgefunden.
