FRANKFURT -
DFB-Obmann Volker Roth wünscht sich einen besseren Schutz für die Referees. Frankreich gilt als Vorbild.
FRANKFURT/SID - Die Referees des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sollen nach einem Vorschlag von Volker Roth, dem Vorsitzenden des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses, künftig in den Beamten-Status gehoben werden, um sie besser gegen gewalttätige Übergriffe zu schützen. Roth hat sich für ein Gesetz nach französischem Vorbild ausgesprochen. „Ich würde ein solches Gesetz auch in Deutschland befürworten. Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Bernd Heynemann ist ja Mitglied des Bundestages, das wäre eine Aufgabe für ihn“, so Roth weiter.In Frankreich wurden die Schiedsrichter am 1. Januar per Gesetz, das für alle Sportarten und Spielklassen gilt, auf eine Stufe mit öffentlichen Bediensteten gestellt. Wer gegen einen Unparteiischen gewalttätig wird, dem droht eine Geldstrafe bis zu 30 000 Euro und Haft bis zu zwei Jahren.
Es habe in Frankreich laut Roth seitdem deutlich weniger Übergriffe gegeben. Der DFB hatte 2006 einen starken Rückgang an Schiedsrichtern zu verzeichnen. 9623 Referees wurden ausgebildet, 10 660 Unparteiische sprangen ab.
