Leverkusen - Niko Kovac verstand an seiner alten Wirkungsstätte die Welt nicht mehr, Vorstandschef Heribert Bruchhagen wirkte konsterniert, und den Fußball-Profis von Eintracht Frankfurt kamen selbst die üblichen Durchhalteparolen nur schwer über die Lippen. Nach der 0:3 (0:0)-Pleite bei Bayer Leverkusen und den vier Siegen der Abstiegskonkurrenten befinden sich die Hessen in einem Schockzustand.

„Täglich grüßt das Murmeltier“, sagte der frühere Bayer-Profi Kovac angesichts der wieder mal katastrophalen Abschlussschwäche seiner Mannschaft, die in fünf Spielen unter seiner Regie nur ein Tor geschossen hat. „Die Situation wird von Spieltag zu Spieltag schlechter für uns. Aufgeben gibt es für mich nicht. Wir haben jetzt noch vier Endspiele und werden bis zum letzten Spieltag kämpfen“, äußerte Kovac trotzig.

Bei einem Abstieg wird die Eintracht, die bis zu den Gegentreffern von Kevin Kampl (70., nach langer Verletzung erst 36 Sekunden vor seinem Tor eingewechselt), Julian Brandt (76.) und Karim Bellarabi (90.) beim Champions-League-Aspiranten mehr als nur gut mitgehalten hatte, wohl Ausschau nach einem neuen Coach halten.