FRANKFURT - Der Chefermittler der Europäischen Fußball-Union Uefa lässt im Zuge des angeblichen Bestechungsskandals um Bayern München seine Tätigkeiten vorerst ruhen. Peter Limacher, gegen den der deutsche Rekordmeister Strafanzeige wegen Verleumdung gestellt hat, gab seine Aufgaben im Zusammenhang mit sämtlichen Disziplinarfällen vorübergehend ab. Er soll sich vorerst nur noch mit der Aufklärung des Skandals befassen.

Zuvor hatte sich der Dachverband vom Fahnder Robin Boksic getrennt. Boksic hat laut „Stern“-Recherchen zusammen mit seinem Vorgesetzten Limacher Clubs, Verbände und Personen im Fußball, darunter den FC Bayern, mit Verleumdungen diskreditiert. Dabei geht es um das Uefa-Cup-Halbfinale von 2008, das die Bayern bei Zenit St. Petersburg 0:4 verloren.

Unterdessen will der Weltverband Fifa das Transfersystem strenger kontrollieren und so Geldwäsche und Korruption im Fußball effektiver bekämpfen. Von Freitag an werden alle internationalen Spielerwechsel über eine Online-Datei kontrolliert.