FREIBURG - Berauscht von einer Demonstration der eigenen Stärke sprachen die Spieler und Funktionäre von Hannover 96 (fast) nur noch in Superlativen. Nicht nur die Tatsache, dass die Niedersachsen wieder an Bayern München vorbei auf Rang drei zogen zauberte ein Strahlen in die Gesichter von Trainer Mirko Slomka und seiner Fußball-Profis. Auch die Souveränität, mit der sie am Donnerstagabend den Bundesliga-Konkurrenten SC Freiburg auswärts mit 3:1 (2:0) bezwungen hatten, ließ das Selbstbewusstsein steigen.

„Wir haben noch drei Spiele, wir wollen das Maximale herausholen“, sagte Slomka. Die Teilnahme an der Europa League und damit erstmals seit 19 Jahren an einem internationalen Wettbewerb ist mit 57 Punkten praktisch sicher. Nun will 96 die Bayern mit drei Siegen im Kampf um die Qualifikation für die Königsklasse abfangen. München kann mit einem Sieg bei Eintracht Frankfurt diesen Sonnabend (15.30 Uhr) kontern. Doch Stürmer Jan Schlaudraff betonte: „Wir wollten den Druck auf München erhöhen, das ist uns gelungen.“

Es war einmal mehr die ausgefeilte Kontertaktik, die 96 den Sieg bescherte. „Das war perfekt; schnell herausgespielt, genau unser Spiel, da passte es genial“, lobte Slomka die Leistung seine Spieler. Mohammed Abdellaoue (24. Minute), Jan Schlaudraff (31.) und Konstantin Rausch (58.) erzielten die Tore. Für Freiburg traf der ehemalige 96-Profi Jan Rosenthal nur zum 1:3 (79.).

Altin Lala und Schlaudraff gehörten zu den Stärksten auf dem Platz – und werden wohl beide mit Vertragsverlängerungen belohnt. Der aktuelle Kontrakt des 35-jährigen Lala endet am Saisonende. Mit dem 27-jährigen Schlaudraff (2012), der vor wenigen Monaten noch auf dem Abstellgleis gestanden hatte, will der Club vorzeitig verlängert.