Toni weit vorn
21 Tore: Luca Toni (München). 15 Tore: Mario Gomez (Stuttgart), Kevin Kuranyi (Schalke). 13 Tore: Diego (Bremen), Mladen Petric (Dortmund).Elf des TagesRenno (Bochum) - Pfertzel (Bochum), Bordon (Schalke), Demichelis (München), Ernst (Schalke), Diego (Bremen), Ribery (München), Bruggink (Hannover), Kuranyi (Schalke), Niculescu (Duisburg), Rangelow (Cottbus)Der 31. SpieltagFreitag: Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg (20.30 Uhr).Sonnabend: Hansa Rostock - Hamburger SV, Arminia Bielefeld - Bochum, Schalke 04 - Hannover 96, Werder Bremen - Energie Cottbus, VfB Stuttgart - Frankfurt, Hertha BSC - Karlsruhe (alle 15.30 Uhr).
Sonntag: VfL Wolfsburg - Bayern München, MSV Duisburg - Bayer Leverkusen (beide 17 Uhr).
Von Hauke RichtersGeld schießt entgegen der Weisheit von Trainer-Ikone Otto Rehhagel eben doch Tore und beschert Titelgewinne. Bayern München, das zu Saisonbeginn seinen Kader für rund 70 Millionen Euro verstärkt hatte, wird den so gut wie perfekten Double-Gewinn allerdings nur als Etappenziel einstufen. Mit Luca Toni, Franck Ribery und Co. ist die Mannschaft in Deutschland nahezu konkurrenzlos – in der kommenden Saison steht und fällt die Stimmung in München also mit dem Abschneiden in der Championsliga. Und da dürfte es angesichts der riesigen Investitionen des Sommers 2007 wirklich etwas mehr sein als in den vergangenen Jahren. Seit dem Gewinn der Königsklasse im Jahr 2001 war der FC Bayern nie mehr über das Viertelfinale des wichtigsten Vereinswettbewerbes hinausgekommen.Für Verwunderung sorgte am 30. Spieltag derweil Matthias Sammer, vielen Fans bekannter unter seinem früher hart erarbeiteten Spitznamen „Motzki“. Sammer, inzwischen Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes und als solcher nun eigentlich ein Mann der diplomatischen Töne, kritisierte seinen Nach-Nach-Nachfolger in Dortmund, Thomas Doll. Der hatte in einem Rundumschlag mit einigen Kraftausdrücken alle angeprangert, die seine Arbeit beim BVB angeblich schlecht redeten und schrieben. Eben jener Motzki-Sammer erinnerte Doll nun daran, dass ein Bundesliga-Trainer eine Vorbild-Funktion einnehme. Offenbar habe Doll auch noch nicht verstanden, wie das Geschäft Profifußball so funktioniere, schob Sammer nach.
Einen Tag später bewies Doll allerdings das Gegenteil. Anstatt sich über Sammer aufzuregen, ließ er die Kritik seines Vor-Vor-Vorgängers generös an sich abprallen. Sammer erkannte das verbale Eigentor, das er fabriziert hatte, und bat Doll um Entschuldigung. Der kam dem Wunsch selbstverständlich nach.
