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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball: Für Geld nehmen Clubs Strapazen in Kauf

18.07.2017

Shanghai Robert Lewandowski schützte seine müden Augen nach über zehnstündigem Flug mit einer dicken Sonnenbrille, als er den ekstatischen chinesischen Fans entgegentrat. Dabei hätte der Stürmerstar bei der Ankunft seines FC Bayern in Shanghai am Montagnachmittag eher Ohrenstöpsel gebraucht: Hunderte Anhänger in Rot kreischten und bejubelten ihre „Supel-Bayern“ als wären es die Beatles.

„Eine unglaubliche Begeisterung, wow“, schwärmte Thomas Müller. Die Warnung von Uli Hoeneß, eine solche Reise sei „ganz klar ein Problem für jeden Trainer“, war da schnell vergessen. Zumal der Präsident selbst wie alle Verantwortlichen beim Fußball-Rekordmeister den zwölftägigen Trip nach China und Singapur trotz aller Widrigkeiten als Notwendigkeit begreift. „Die großen Mannschaften sind alle unterwegs“, sagte Hoeneß: „Man kann nicht immer von Internationalisierung sprechen und dann nicht dorthin reisen, wo die Fans sind. Wenn du diese neuen Märkte beackern willst, musst du da hin.“

Jetzt sind sie da, die Bayern – wie auch Borussia Dortmund und Schalke 04, also die drei deutschen Mannschaften mit den international klangvollsten Namen. Die Bundesliga geht damit konsequent ihren Weg weiter, den asiatischen und dort vor allem den chinesischen Markt zu erobern. „China und seine 500 Millionen Fußball-Fans bieten herausragende Möglichkeiten für die Bundesliga und ihre Clubs“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Um in Asien noch stärker Fuß zu fassen, kooperieren Liga und Deutscher Fußball-Bund (DFB) mit der hohen Politik. Erst Anfang Juli wurden in Berlin im Kanzleramt im Beisein von Angela Merkel neue Kooperationsverträge geschlossen.

Das überwältigende Interesse zahlt sich für den deutschen Fußball in barer Münze aus. Ab 2018 erhält die Deutsche Fußball-Liga (DFL) von Medienpartner Suning 250 Millionen Euro für fünf Jahre – rund 2,8 Millionen pro Club und Saison. Kein Wunder, dass BVB-Sportdirektor Michael Zorc den Trip nach Japan und China (bis 19. Juli) „alternativlos“ nennt.

Münchens Trainer Carlo Ancelotti kommt derweil die undankbare Aufgabe zu, das volle Programm zu moderieren: Reisestrapazen mit fast 23 000 Flugkilometern, Training unter extremen Bedingungen mit hoher Luftfeuchtigkeit sowie vier Testspiele gegen hochkarätige Gegner mit dem Auftakt an diesem Mittwoch (13.15 Uhr/Sport 1) gegen den FC Arsenal. Wie sehr das mitunter an den Kräften zehrt, erlebte Schalke im vergangenen Jahr. „Da ist unser Trainer Markus Weinzierl auf der Bank zusammengeklappt“, berichtete Manager Christian Heidel vor dem Abflug am Sonntag von Frankfurt über Peking nach Shanghai (bis 22.).

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