• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Fußball

China: Für teure Einkäufe beginnt Alltag

02.03.2017

Peking /Oldenburg Die 16 Teams der chinesischen Super League starten an diesem Wochenende in die neue Fußball-Saison. Die Clubs sorgten in den vergangenen Wochen und Monaten mit irrwitzig hohen Ablösesummen bei anderen Vereinen für volle Kassen, aber auch für Kopfschütteln.

So haben die chinesischen Clubs im Januar-Februar-Transferfenster umgerechnet 388 Millionen Euro ausgegeben. Teuerster Spieler war der brasilianische Mittelfeldstar Oscar, der für 60 Millionen Euro Ablöse vom englischen Spitzenverein FC Chelsea zu Shanghai SIPG wechselte. Dort soll er nach englischen Schätzungen – kein Scherz – rund 470 000 Euro in der Woche verdienen. „Das ist nur noch krank“, meinte Uli Hoeneß, Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München, angesichts der Summen, die inzwischen in Fernost gezahlt werden.

Wie Oscar („Der Transfer ist gut für mich, für Chelsea und auch für Shanghai“) widersprach auch Stefan Effenberg. „China-Transfers sind nicht krank. Das ist so, wenn ein Land im internationalen Fußball eine Rolle spielen will“, sagte der Ex-Nationalspieler.

Im Belgier Axel Witsel (von Zenit St. Petersburg/Russland) und im Brasilianer Alexandre Pato (vom FC Villarreal/Spanien), die sich beide Tianjin Quanjian anschlossen, wechselten weitere namhafte Kicker nach China. Nicht erfolgreich war Tianjin Quanjian allerdings beim Versuch, Anthony Modeste vom 1. FC Köln loszueisen. „Sie sind unermüdlich. Trotz mehrerer Absagen haben sie noch einmal nachgelegt“, sagte Kölns Manager Jörg Schmadtke zu einem angeblichen 50-Millionen-Euro-Angebot für den französischen Stürmer. Der erklärte inzwischen unmissverständlich, in Köln bleiben zu wollen.

Zuletzt hatte der chinesische Verband allerdings verkündet, dass die Transferausgaben der Clubs reduziert werden sollen. Die Anzahl der pro Partie eingesetzten Ausländer wird von vier auf drei Spieler gesenkt. Auch damit sollen weitere Transfers ausländischer Kicker unattraktiver werden.

Chinesische Medien berichteten jüngst, dass Serienmeister Guangzhou Evergrande ab dem Jahr 2020 ausschließlich mit einheimischen Fußballern spielen will. „In meiner Vorstellung ist unsere perfekte Mannschaft mit einem internationalen Spitzentrainer und nationalen Spielern zusammengesetzt“, sagte Immobilienmogul und Clubchef Jiayin Xu. Bislang hatte Evergrande vor allem auf südamerikanische Spieler wie den kolumbianischen Stürmer Jackson Martínez oder den ehemaligen Dortmunder Lucas Barrios (Paraguay) gesetzt. Als Coach fungiert der ehemalige brasilianische Weltmeistertrainer Luiz Felipe Scolari.

Die Mannschaften repräsentieren streng genommen keine Vereine, sondern sind meist großen Industrie-Unternehmen oder -Magnaten zuzuordnen. Eben dieses gilt auch für Shandong Luneng aus Jinan, wo Trainer Felix Magath und sein Co-Trainer Wolfgang Rolff arbeiten.

Vom Wachstum des Fußballs in China wollen auch andere profitieren. Der Deutsche Fußball-Bund plant, die Nationalmannschaft bis 2019 zu einer Länderspielreise dorthin zu schicken. Der Verband hat registriert, dass die rund 500 Millionen Fußball-Interessierten in China (insgesamt hat das Land 1,4 Milliarden Einwohner) ebenso viele potenzielle Kunden im Merchandising-Bereich sind. Als Deutschland 2014 in Brasilien das WM-Finale gegen Argentinien gewann (1:0 n.V.), saßen in China mehr Menschen vor dem Fernseher als Deutschland Einwohner hat.

NWZ Bundesliga-Tippspiel 20/21
Wer wird Tippspiel-König 20/21? Am besten gleich mittippen und jeden Spieltag um einen 50€-Gutschein von Möbel Weirauch spielen!

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2030
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.