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NWZonline.de Sport Fußball

Fußball-Fest brennt sich ins Gedächtnis

24.03.2016

Oldenburg Sebastian Ferrulli hält kurz inne. „Was, fünf Jahre ist das schon her? Mir kommt es vor, als wäre es erst vorgestern gewesen“, sagt der ehemalige Spieler des VfB Oldenburg: „Oder vielleicht vor zwei Jahren.“

Genau genommen war es am Sonnabend, 30. Juli 2011, also vor knapp fünf Jahren, als Ferrulli und die Oldenburger letztmals im DFB-Pokal spielten. Der damalige Fußball-Oberligist empfing in der ersten Hauptrunde den Bundesligisten Hamburger SV. Vor 15 552 Zuschauern im ausverkauften Marschwegstadion unterlag der Außenseiter dem ehemaligen Europapokalsieger nach packendem Spiel mit 1:2 (1:1).

Gewinnt der heutige Regionalligist VfB an diesem Sonnabend (15 Uhr, Marschwegstadion) im Halbfinale des Niedersachsen-Pokals gegen den Ligarivalen SV Drochtersen/Assel, könnte es im Spätsommer wieder ein solches Fußball-Fest wie am letzten Juli-Wochenende 2011 geben. Denn die beiden Finalisten des Niedersachsen-Pokals sind für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert.

„Es war ein fantastisches Erlebnis“, erinnert sich Ferrulli, der damals nach einer starken Einzelleistung gegen Verteidiger Heiko Westermann und Torwart Jaroslav Drobny zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen hatte: „Natürlich waren wir nach dem Spiel etwas enttäuscht, dass wir so knapp ausgeschieden waren. Aber die ganze Stimmung, die vielen Menschen – das war beeindruckend. “

Der heute 32-Jährige musste seine Karriere wegen einer Knieverletzung bereits mit 29 Jahren beenden. „Aber die Erinnerung an dieses Spiel macht es etwas leichter, das zu ertragen“, erzählt Ferrulli.

Auch beim damaligen VfB-Trainer Timo Ehle (45) sind die Eindrücke noch sehr präsent. „Wir hatten zur Vorbereitung ein Kurz-Trainingslager in Großenkneten absolviert“, erinnert er sich: „Ich glaube, wir waren taktisch ganz gut eingestellt. Ich erinnere mich, dass wir nach dem Ausgleich sogar noch zwei Chancen hatten, um in Führung zu gehen.“

Verliert der VfB am Sonnabend gegen Drochtersen/Assel, gibt es eventuell noch eine Chance, in den DFB-Pokal zu gelangen. Wenn der Drittligist VfL Osnabrück am Saisonende einen der ersten vier Plätze belegt (derzeit ist er Dritter), wäre er über diese Platzierung für den DFB-Pokal qualifiziert. Wenn die Osnabrücker zuvor das zweite Niedersachsenpokal-Halbfinale (13. April) beim Oberligisten Germania Egestorf/Langreder gewinnen, würden nach dem Drittliga-Saisonende die beiden unterlegenen Halbfinalisten in einem Entscheidungsspiel um den letzten freien Platz im DFB-Pokal kämpfen.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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