„Verein und Mitglieder waren so gut und so schlecht wie die Bevölkerung in dieser Zeit“, heißt es. Im Verein gaben zwar nicht Nationalsozialisten den Ton an. Aber ohne interne Auseinandersetzung wurden die jüdischen Mitglieder ausgeschlossen.

Besonders Augenmerk gilt in der Untersuchung dem Fußballidol Fritz Szepan. Als einer von wenigen aktiven Sportlern trat er der Nazi-Partei bei. Schlimmer noch: Für nur 7000 Reichsmark erhielt der Fußballer 1938 ein jüdisches Textilgeschäft. Das jährliche Einkommen der Familie Szepan habe sich dadurch in etwa verzehnfacht.

Doch eines gab ganz offenbar nicht: einen Führerbefehl, der Schalke zur Siegesserie verhalf: „Es finden sich keine Belege für manipulierte Spiele.“ Schalke war wohl einfach die beste Mannschaft.