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NWZonline.de Fussball

Ehemaliger VfB-Spieler: Franko Uzelac peilt Aufstieg mit Alemannia Aachen an

06.08.2021

Aachen Wenn man sich den Kader des Regionalligisten VfB Oldenburg zu Beginn der Saison 2013/2014 ansieht, fällt schnell auf, dass dies wohl der stärkste Kader war, den der Traditionsverein aus Oldenburg seit langer Zeit hatte und seitdem auch nicht wieder hatte. Namen wie der des Vereins-Urgesteins Christian Thölking Addy Waku-Menga, Nils Laabs, Mansu Faqiryar, Mo Aidara, Lucas Höler und Kai Pröger springen einem dort sofort ins Auge. Trainiert wurde das Team damals von Alexander Nouri. Die drei letztgenannten schafften ebenso wie der Trainer sogar den Sprung in den Profifußball.

In der Abwehr stand ein junger Nachwuchsspieler, der seine ersten Schritte beim SV Emstek gemacht hat, in der Jugend beim VfL Osnabrück gespielt hat und seit Juli 2011 die Schuhe für den VfB Oldenburg schnürte: Franko Uzelac. Fünf Jahre lang spielte er für den VfB, absolvierte 95 Regionalligaspiele, davon 83 über die volle Distanz. Dazu kommen noch elf Spiele im Niedersachsenpokal. Inzwischen spielt Uzelac in der Regionalliga West beim Traditionsverein Alemannia Aachen. Mit seinem derzeitigen Verein kehrte er in der vergangenen Woche in den Nordwesten zurück und bestritt ein Testspiel beim Oberligisten Kickers Emden. „Es ist schön, mal wieder hier oben zu sein“, sagte er nach dem Spiel. Der inzwischen 26-jährige, der vor zwei Monaten Vater geworden ist, fühlt sich in Aachen sehr wohl. Dabei waren die letzten Jahre durchaus wechselhaft. Von Oldenburg aus führte ihn sein Weg zum damaligen Zweitligisten Würzburger Kickers. Dort kam er aber auch aufgrund von Verletzungen in zwei Spielzeiten nur zu sieben Einsätzen, einer in der zweiten Liga, sechs in der dritten Liga. „Da war ich komplett raus, da bin ich gar nicht richtig in den Rhythmus gekommen. Dann habe ich mich entschlossen, einen Schritt zurück in die Regionalliga zu gehen.“ Nach zwei Jahren wechselte er zum SV Babelsberg 03, für die er in der Regionalliga Nordost 29 Spiele bestritt. „Das kam mir sehr gelegen, da ich dort Spielpraxis bekommen habe.“ Dort wurden die Verantwortlichen des Kölner Traditionsvereins Fortuna auf ihn aufmerksam und überzeugten ihn von einem Wechsel an den Rhein. In zwei Spielzeiten absolvierte er 37 Spiele für den Verein aus der Kölner Südstadt. „Das hat mir riesig Spaß gemacht, Fortuna ist ein richtig geiler Verein.“ Bis zur Winterpause hatte Uzelac als absoluter Leistungsträger und Mannschaftskapitänin sein Team auf den dritten Rang in der Tabelle geführt und stand mit den Verein in Verhandlung, den auslaufenden Vertrag langfristig zu verlängern. Allerdings schien der damalige Trainer Alexander Ende andere Pläne zu haben und gab ihm zu verstehen, dass er in seinen Planungen keine große Rolle mehr spielt. Daraufhin entschloss er sich, das Angebot von Alemannia Aachen anzunehmen. In den ersten beiden Regionalligaspielen gegen Rot-Weiß Ahlen und Fortuna Düsseldorf II stand er in der Startelf, dann verletzte er sich am Syndesmose-Band und fiel für den Rest der Saison aus. In der Sommerpause kämpfte er sich wieder ins Team. „Es ist schon toll hier in Aachen. Du kommst jeden Tag zum Training an den Tivoli. Besser geht es kaum.“

Auffällig ist, das Uzelac sowohl körperlich als auch mental eine starke Entwicklung durchgemacht hat. Der früher eher schlaksige Spieler ist komplett austrainiert. Auf dem Feld ist er eine Führungspersönlichkeit, der die Abwehr dirigiert. „Es war immer mein Naturell, dass ich Verantwortung übernehme.“ In der zweiten Halbzeit des Testspiels bei Kickers Emden führte er sein Team als Kapitän aufs Feld. „Franco ist für uns ein enorm wichtiger Spieler“, sagt sein Trainer Patrick Helmes. „Er ist jetzt erst seit kurzem wieder dabei, weil er ja lange verletzt war“, erklärt der ehemalige Nationalspieler. „Er war Kapitän bei der Fortuna, er kann führen, er will führen“, fügt er hinzu. Auch heute noch hat Uzelac Kontakt zu ehemaligen Spielern des VfB, so zu Jannik Wetzel, der jetzt bei Kickers Emden spielt oder auch zu Kamen Hadzhiev, der jetzt bei Puskás Akadémia FC in der ersten ungarischen Liga aktiv ist. „Wir hatten schon eine richtig geile Mannschaft damals“, erinnert er sich. „Der Zusammenhalt in der Mannschaft war richtig gut. Manchmal schreibt man sich auch noch.“

Sein Lebensmittelpunkt befindet sich jetzt in Aachen. „Ich habe in Köln gewohnt, aber ich wollte mit Rücksicht auf meine Frau nicht immer pendeln“, erklärt er. Gründe für seinen Wechsel in die Kaiserstadt war auch der Verein selbst. „Alemannia hat eine unheimliche Strahlkraft, ich denke das sich hier etwas Großes entwickeln kann.“ Vor allem freut er sich, wieder vor vollen Tribünen spielen zu können. „Beim Spiel in Essen gegen Rot-Weiß habe ich vor 11.000 Zuschauern den Siegtreffer gemacht. Das war ein geiles Gefühl.“

Wohin die Reise mit seiner Karriere noch gehen soll, kann er nicht sagen. „Für mich wäre es der logische Schritt, mit Aachen in die 3. Liga aufzusteigen.“ Er räumt aber ein, dass für ihn mit bald 27 Jahren der Schritt in den Profifußball, wenn überhaupt, ziemlich bald kommen muss. „Realistisch gesehen müsste es bald passieren.“ Inzwischen kann er vom Fußballspielen leben, macht sich aber trotzdem Gedanken um seine Zukunft. „Ich werde in Kürze ein Fernstudium in Richtung Sportmanagement beginnen, um auf die Zeit nach dem Fußball vorbereitet zu sein“, sagt er. Diese Abgeklärtheit zeichnet ihn auch auf dem Platz aus. „Er ist schon sehr weit für sein Alter, wir sind froh, dass er zu uns gehört. Er wird seinen weiteren Weg einschlagen und noch besser werden“, ist sein Trainer Patrick Helmes überzeugt.
Volkhard Patten Nordwest-Fußball / Redakteur
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