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NWZonline.de Fussball

Corona-Krise: Viele Mannschaften starten wieder mit dem Training

08.05.2020

Im Nordwesten Seit Mittwoch ist es Sportlern in Niedersachsen wieder erlaubt, in Kleingruppen zu trainieren. Allerdings gelten hierbei noch strenge Auflagen. Dazu gehört, dass die Ausübung des Sports kontaktfrei mit zwei Metern Abstand passieren muss, Umkleidekabinen noch geschlossen bleiben und Zuschauer verboten sind. Wir haben einmal in den Fußballvereinen unserer Region nachgefragt, ob und wie der Trainingsbetrieb abläuft.

Trainingsstart bereits am Donnerstag

Die B-Mädchen des Krusenbuscher SV legen mit ihrem Trainer Lars Windels zeitnah wieder los. „Wir starten heute wieder mit dem Training. Wir haben Pläne erarbeitet, dass sich die Mannschaften bei der An- und Abreise nicht begegnen“, erklärt Windels die Vorsichtsmaßnahmen. Zudem hat der Verein in einer Videokonferenz alle Trainer auf die Regeln hingewiesen. „Auch ein entsprechender Verhaltenskodex beim Coachen wurde erarbeitet. Ein Abgleich möglicher kontaktfreier Übungen wurde ins Leben gerufen, um abwechslungsreiches Training trotz Kontaktbeschränkung zu ermöglichen“, erläutert der Trainer weitere Vorkehrungen. „Weiterhin ist das Berühren von Trainingsutensilien auf die Coaches beschränkt worden“, merkt er an. Den Ball mit dem Fuß zu spielen ist seiner Aussage nach natürlich in Ordnung, aber Übungen wo Bälle in die Hand genommen werden sollen vermieden werden. Auch Landesligist Germania Leer wird in der nächsten Woche das Training wieder aufnehmen. „Wir haben die Mannschaft in vier Gruppen eingeteilt“, sagt Leers Trainer Michael Zuidema. „Montag und Mittwoch trainieren jeweils die Gruppen jeweils die Gruppen 1 und 2, Freitag um 18.15 Uhr steht Gruppe 3 auf dem Platz. Den Abschluss bildet dann ab 19.30 Uhr die Gruppe 4. So wollen wir die ersten Schritte gehen.“ Auch Nordenhams Trainer Mario Heinecke scharrt schon mit den Hufen. „Wir warten auf das Go der Stadt und mögliche Einschränkungen und werden dann so schnell wie möglich wieder starten.“ Auch Timo Treu, Fußballobmann des Polizei SV Oldenburg, steht in den Startlöchern. „Samstag treffen wir uns mit den Trainern. Sie werden über Verhaltens- und Hygieneregeln informiert. Ab Montag startet Trainingsbetrieb. Jede Mannschaft trainiert einmal in der Woche, damit kein Hochbetrieb auf dem Platz herrscht.“

„Besser als alle zwei Tage zu Joggen“

„Wir freuen uns einfach, dass wir mal wieder zusammen trainieren dürfen, beziehungsweise uns gemeinsam bewegen. Auch wenn alles nicht unter Wettkampfbedingungen stattfinden darf, ist das aber immer noch besser als alle zwei Tage alleine joggen zu gehen“, sagt Lehmden Trainer Nils Geveshausen. Auch er plant mit seinem Team einen Trainingsstart in der nächsten Woche. „Da die fußballfreie Zeit jetzt lang genug war, wollen wir nächste Woche wieder mit dem Training beginnen. Wir sind da gerade in der Absprache mit der Gemeinde Rastede, wie wir alles dokumentieren.“ Ganz klar ist für ihn natürlich die bestehenden Regeln einzuhalten. „Wir werden uns natürlich an die Vorgaben halten und in Gruppen zu je fünf Spielern trainieren und den Sportplatz dementsprechend nutzen. Wir werden dann wohl in Bereich Fitness und Technik gehen und mal einen Torschuss einbauen. Es gibt ja genug Übungen, die man auch mit Abstand durchführen kann.“ Gleichlautend antwortete Edewecht Trainer Christian Hillje. „Wir wollen natürlich wieder auf den Platz, ein paar Pässe spielen, ein paar Torschüsse machen.“ Aber auch in Edewecht wird in enger Abstimmung mit der Gemeinde gearbeitet. „Wir lassen der Gemeinde jetzt erst mal eine Woche Zeit wegen dem Hygieneplan“, erläutert Hillje. „Auch wir organisieren intern die Abläufe, damit wir dann ab nächster Woche wenigstens einmal die Woche auf den Platz können.“

„Gesundheit steht über allem“

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt Simon Teilmann, Trainer des BV Bockhorn: „Wir machen schon seit Wochen virtuelles Training, was sehr gut klappt“, gibt er einen Einblick in die bisherige Arbeit. „Der Verein bespricht momentan die konkrete Umsetzung der Corona-Regeln auf der Sportanlage“, erläutert er, ehe er einen kurzen Ausblick auf die kommenden Trainingseinheiten gibt. „Eine angemessene methodische Umsetzung auf dem Trainingsplatz ist durchaus möglich, um die Auflagen zu erfüllen. Kleine Gruppen, angemessene Abstände, Techniktraining sowie Passspiel, Torschuss und vieles mehr sind Weiteres machbar. Ich denke man hat genug Möglichkeiten für die Spieler, auch ohne der Spielform, ein attraktives Training zu gestalten und dennoch den Aspekt der Gesundheit und des Schutzes vor dem Virus zu gewährleisten.“ Ein Zeitpunkt für das Training auf dem Rasen gibt es laut seiner Aussage aber noch nicht: „Wann wir draußen starten, steht aber noch nicht fest. Heute gibt es erst mal wieder eine virtuelle Trainingseinheit mit den Spielern.“ Ebenso ist es beim ostfriesischen Bezirksligisten Blau-Weiß Borssum. Dort wartet man nach Auskunft des sportlichen Leiters Christian Fraas erst einmal weiter ab, bevor man ins Training einsteigt. Ebenso verfährt Daniel van Rüschen, Trainer des TuS Detern. „Wir planen erst einmal nichts Konkretes. Wir haben bis mindestens Ende Mai noch unsere Challenges, mit denen sich die meisten Spieler mit Fahrrad fahren, Joggen und Fitness etwas fit halten.“ Er stellt es den Spielern aber frei, in eigener Regie unter Einhaltung der Vorgaben zu kicken. „In den nächsten Wochen können sich auch Spieler auf dem Platz treffen, um mal wieder einen Ball an den Füßen zu haben. Aber vom Trainingsbetrieb sind wir doch noch weiter entfernt. Man muss mal schauen wie die Regelungen im Juni aussehen werden und ob man dann vielleicht wieder Trainingsspielchen machen darf“, setzt er auf den Faktor Zeit „Ich würde mich zwar sehr freuen, wenn es wieder los gehen würde. Aber ich bin noch nicht vom Starttermin im September überzeugt.“ Ähnlich äußert sich auch Jörg Romanowski, der Trainer des SV Hinrichsfehn. „Ich hatte den Trainingsauftakt für Freitag geplant“, sagt er. „Natürlich möchten die Jungs gerne auf den Platz, aber der Vorstand möchte noch warten, da die Gesundheit über allem steht.“ Letztendlich sieht er es realistisch: „Auf eine Woche kommt es nun nicht mehr an. Wünschenswert wäre eine Klärung ob und wie es mit dem Spielbetrieb weitergeht. Das Votum der Clubs war ja eindeutig“, meint eine schnelle Entscheidung des NFV an. Auch Servet Zeyrek, Trainer des Ahlhorner SV, schließt sich der Argumentation an. „Wir wollen erst wissen, wie die Entscheidung des NFV ausfällt, dann werden wir entscheiden, wann und wie wir wieder trainieren.“

Bei Schwarz-Weiß Oldenburg II wartet man ebenfalls noch ab. „Da wir noch keine offizielle Genehmigung zur Wiederaufnahme des Trainings bekommen haben, habe ich mich noch gar nicht mit diesem Thema beschäftigt“, erklärt Trainer Michael Wille. „Sobald wir die Freigabe unter den vorherrschenden Bedingungen bekommen, werden wir aufgrund von Entzugserscheinungen sicherlich das Training wieder aufnehmen“, fügt er lachend an. „In welcher Form und in welcher Personalstärke wird sich noch zeigen, da die Saison ja regulär quasi beendet ist. Da eine Fortführung der Saison aus meiner Sicht keinen Sinn macht, wird das Training dann eher auf freiwilliger Basis sein.“

Andreas Kempe Nordwest-Fußball / Autor
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Volkhard Patten Nordwest-Fußball / Redakteur
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