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NWZonline.de Fussball

Entscheidung Im Elfmeterschießen: Johns Paraden bringen Middels ins Halbfinale

16.08.2020

Middels Um 22:01 Uhr war die Sensation perfekt. Soeben hatte Middels‘ Torhüter Siegfried John seinen dritten Elfmeter diesem Abend pariert und damit sein Team in das Halbfinale des Ostfriesland-Cups gehievt. Sekunden später war er unter einer gelben Spielertraube in seinem eigenen Tor begraben. Etwas abseits stand Emdens Vereins-Ikone Manuel Menzel, der mit seinem Elfmeter an seinem ehemaligen Mitspieler gescheitert war.

Vor rund 250 Zuschauern auf dem Sportplatz in Middels kam es außerdem zum ersten Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel auf dem Feld zwischen Bertony und Yanic Konda. Während Bertony bei Middels als rechter Verteidiger aufgeboten war, beackerte sein Zwillingsbruder die linke Angriffsseite fast zwangsläufig dazu führte, dass die beiden in Zweikämpfe verstrickt wurden. Bereits im ersten Aufeinandertreffen des Spiels traf Bertony seinen Bruder am linken Knöchel, der aufgrund einer Trainingsverletzung bereits getapet war. Der souverän leitende Schiedsrichter Ole Onneken quittierte das harte Einsteigen in der ersten Spielminute bereits mit einer gelben Karte. Auch in der Folge entwickelte sich ein umkämpftes Spiel mit vielen Unterbrechungen auf beiden Seiten.

Für den ersten fußballerischen Höhepunkt sorgte Mohamed Doumbia in der zweiten Spielminute, als er nach einer Ecke einen schönen Seitfallzieher ansetzte, den Ball aber übers Tor jagte. Emdens erste Chance resultierte ebenfalls aus einem Eckstoß. In der 17. Spielminute köpfte Ibrahim Sillah den Ball knapp am kurzen Pfosten vorbei. Die nächste Torchance der Partie hatte ebenfalls der Oberligist, in der 34. Minute scheiterte Milad Faqiryar aber knapp an seinem ehemaligen Mitspieler Siegfried John, der in der Sommerpause zum Bezirksligisten gewechselt ist. Aus dem darauf folgenden Eckball entwickelte sich das 1:0 für die Gastgeber. Kevin Hollmann schnappte sich den abgewehrten Ball und rannte auf der linken Seite der kompletten Hintermannschaft von Emden auf und davon. Sein Zuspiel verwertete Martin Habben in der Mitte zur Führung. Dies war auch der Halbzeitstand, auch, weil die Abwehr des Bezirksligisten um Koami Hedirovi mit den Angriffen der Emder relativ wenig Schwierigkeiten hatte.

Emden dreht das Spiel im zweiten Durchgang

Im zweiten Spielabschnitt machte Emden dann Druck. Die Hereinnahme von Neuzugang Wienekamp wirkte sich positiv auf das Angriffsspiel des Oberligisten aus. In der 53. Minute scheiterte Faqiryar mit einem Kopfball am Pfosten, zwei Minuten später traf er dann zum verdienten Ausgleich. Torhüter John konnte einen Schuss des eingewechselten Brian Wienekamp nur abklatschen, Faqiryar drückte den Ball über die Linie. Auch allein nächsten gefährlichen Situation war Wienekamp beteiligt, sein Eckball traf den kurzen Pfosten. Auch dem Führungstreffer der Emder ging eine Standardsituation voraus. Marvin Eilerts köpfte den Ball an den Pfosten, die Abwehr des Bezirksligisten bekam Situation nicht unter Kontrolle. Faqiryar bedankte sich mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend. Eine knappe Viertelstunde vor dem Abpfiff hatte Emden dann die Riesenchance, den Deckel auf die Partie zu machen. Aber sowohl Faqiryar als auch Eilers und Tomaszewski schafft es nicht, den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu bringen. Der Bezirksligist verlegte sich im zweiten Spielabschnitt auf schnelle Gegenstöße, scheiterte aber meist schon im Mittelfeld. In der 80. Minute allerdings setzte sich Gyoksel Rasim auf der linken Seite schön durch und passte flach an die Strafraumgrenze. Dort stand zentral Sascha Abraham frei. Der Neuzugang vom SV Wilhelmshaven jagte den Ball flach unhaltbar in die Maschen. Emden drängte nun noch einmal nach vorne und versuchte das Elfmeterschießen zu vermeiden. Aber sowohl Faqiryar in der 86. Minute als auch Eilerts in der Nachspielzeit vergaben gute Torchancen. So musste das Roulette vom Punkt die Entscheidung bringen.

Nachdem die ersten drei Schützen jedes Teams getroffen hatten, brachte Nicolas Heibült Middels mit 4:3 in Führung. Dann parierte John gegen Dassel und eröffnete den Bezirksligisten den ersten Matchball. Den konnte Sascha Abraham aber nicht nutzen. Heiko Visser erzielte den Ausgleich und damit die Verlängerung des Elfmeterschießens. Neuzugang Bertony Konda brachte Middels erneut in Führung, Hinrichs glich aus. Dann trat Gyoksel Rasim einen Punkt, scheiterte aber an Emdens Torhüter Nils Ludwig. Nun lag der Vorteil bei den Emden, brillant Wienekamp schafft es aber nicht, den Ball an John vorbeizubringen. Der Torhüter trat dann selbst an und verwandelte sicher. Sekunden später wehrte er Menzel Schuss ab und war Sekunden später unter seinen Mitspielern begraben. Der TuS Middels trifft nun im Halbfinale am 25. August auf den Landesligisten Grün-Weiß Firrel.

Nach dem Spiel äußerten sich die Konda-Zwillinge über ihr erstes Spiel auf dem Feld gegeneinander. „Wir freuen uns auf das Halbfinale in Firrel und werden alles geben, auch da unsere Chancen zu bekommen“, freute sich Bertony über den Einzug ins Halbfinale. „Für uns ist es natürlich sehr ärgerlich,“ sagt sein Zwillingsbruder. „Wir hatten uns heute sehr viel vorgenommen, da wir den letzten Jahren Ostfrieslandcup ja auch im Osten gescheitert sind. Wir wollten die Form der letzten Testspiele mitnehmen. Wir sind heute mit Middels auf eine Mannschaft getroffen, die hervorragend eingestellt war. Der Trainer kennt uns ja noch sehr genau.“ Angesprochen auf den Zweikampf in der ersten Spielminute erklärt Yanic Konda, dass sein Bruder mit der gelben Karte noch gut bedient war. „Das war schon eher Dunkelgelb“, erklärt er mit einem Augenzwinkern. „Er wusste ja vorher, dass ich am linken Knöchel angeschlagen bin und trifft ihn dann auch noch perfekt.“ „Das war natürlich keine Absicht und es tut mir auch leid“, entschuldigte sich sein Bruder sofort. „Ich dachte ich kriege den Ball noch, ich habe das falsch eingeschätzt und war etwas zu spät dran.“ Angesprochen auf seine Gefühlslage im ersten Pflichtspiel gegen seinen eigenen Bruder gibt er zu, dass es schon etwas Besonderes war. „Aber es war ja nicht nur das Spiel gegen mein Bruder, es war ja auch gegen meine alten Bekannten aus Emden. Yanic räumt ebenfalls ein, dass es für ihn ein emotionales Erlebnis war. „Er wusste ja genau, was ich auf links außen machen werde. Insofern war es für mich schwer. Ich habe nicht viel auf dem Platz gebracht“, gab er sich selbstkritisch.

Corona-Hygiene-Konzept funktioniert

Ein großes Lob muss man Verantwortlichen des TuS aussprechen, die es in Middels geschafft haben, ein Corona-Hygiene-Konzept perfekt umzusetzen. Sämtliche Zugänge zu Bier - oder Würstchenständen waren eindeutig mit Ein-und Ausgang gekennzeichnet. Personen, die während des Spiels ohne Maske rumliefen, wurden aufgefordert eine Maske anzuziehen. Wer keine dabei hatte konnte eine käuflich erwerben. Daneben fuhren mehrere Teams mit Getränken und auch Speisen rund um den Platz und versorgten die Leute auf ihren Sitzplätzen. Lediglich beim elektronischen Einchecken gab es anfangs einige Missverständnisse, die aber vom Veranstalter schnell beseitigt wurden.

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Volkhard Patten Nordwest-Fußball / Redakteur
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