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NWZonline.de Fussball

Das Motto beim FC Rastede: Trübe Gedanken vertreiben, Motivation und Lebensfreude erhalten

20.01.2021

Rastede In der seit Monaten anhaltenden Corona-Zwangspause ist an Wettkampftätigkeiten, in der Halle und unter freiem Himmel, für die Vereine nicht zu denken. Im Großen und Ganzen beschränken sich Mannschaften und Spieler auf Kontakte über soziale Netzwerke.

Vereinzelt werden Pläne an die Kicker weitergegeben, die während der Pause abgearbeitet werden sollen. Die große Meinung ist jedoch, man könne eh nicht viel machen und werde erst wieder loslegen, wenn man wieder auf den Platz dürfe.

„Beim FC Rastede machen wir es vermutlich etwas anders. Zwar darf man selbstverständlich auch in Rastede nicht auf den Platz oder in die Halle, um zu trainieren, dennoch wollen wir unsere jungen Kicker gut betreuen und ihnen Anreize zur Bewegung aufzeigen.“

„Wir leben derzeit in einer schweren Zeit mit vielen offenen Fragen und gravierenden Lebens-Einschnitten. Die Politik tut ihr Bestes um der Sache Herr zu werden“, schildert Rastedes Jugend-Koordinator und Sportlicher Leiter der A-C-Jugend, Berthold Boelsen, der die Jugendarbeit bei den Löwen einmal genauer erklärt.

Die Jugendarbeit beim FC Rastede ist ohne Frage auf Erfolg und auf sportliche Weiterentwicklung ausgerichtet. Die Mannschaften der C-A Junioren spielen in der Bezirksliga und diese Ligen wollen wir mindestens halten. „In erster Linie geht es uns aber darum, dass sich die Jugendlichen bei uns wohl fühlen. Sie sollen bei uns spüren, dass man ihre Gedanken und Probleme ernst nimmt. Wir führen viele Einzelgespräche mit unseren Spielern und sie vertrauen sich uns an,“ sagt Boelsen.

Es findet nur eingeschränkt Schule statt, Geschäfte sind geschlossen und auch sportliche Veranstaltungen sind nicht möglich. Das baut eine Menge Frust auf. „Genau da kommen wir ins Spiel, denn jetzt müssen wir für unsere Jugendlichen umso mehr da sein“, fügt Berthold Boelsen an.

„Die Trainer kümmern sich intensiv um die Jungs und Mädchen und um ihre Sorgen. Sie haben ein offenes Ohr, gehen auf die Probleme ein. Niemand soll allein gelassen werden. Nur so entsteht eine Vertrauensbasis und wir sind froh, dass wir hier mehr und mehr zu einer Familie werden“, sagt Berthold Boelsen.

Greifen wir den letzten Absatz noch einmal auf. Jungs und Mädchen? Der FC Rastede hat eine Mädchenmannschaft? Nein, aber es gibt eine Besonderheit in der Jugend des FC Rastede. „Wir haben seit zwei Jahren drei Mädchen, die in der U17 des SV Meppen in der Bundesliga spielen und zweimal in der Woche bei uns mittrainieren. Außerdem haben sie ein Zweitspielrecht und haben auch schon Einsätze bei uns gehabt“, sagt Berthold Boelsen.

Die drei Spielerinnen wohnen in Oldenburg und nutzen die Möglichkeit beim FC Rastede am Training teilzunehmen. Dies stellt für beide Seiten eine „Win-win Situation“ dar, wie Berthold Boelsen es beschreibt. „Die Mädchen ersparen sich den weiten Weg nach Meppen unter der Woche und unsere Jungs haben natürlich einen zusätzlichen Ansporn. Denn mal ehrlich, sie wollen sich doch den Mädchen nicht geschlagen geben“, erklärt Berthold Boelsen mit einem Lächeln.

„Ein gutes Sozialverhalten ist uns sehr wichtig. Die Leistungsbereitschaft wird in einem harmonischen Umfeld gefördert. Wir haben eine tolle Gemeinschaft geschaffen. mit engagierten Jugendtrainern, die sich verantwortungsvoll um die Belange der Jugendlichen kümmern“.

Auch wenn aktuell kein Training stattfinden kann, herrscht bei den Löwen keine Langeweile und schon gar kein Stillstand. „Es gibt regelmäßige Kontakte per WhatsApp, Möglichkeiten sich auszutauschen sind ja vielfältig. Aber es gibt auch sportliche Herausforderungen. „In technischer Hinsicht können wir mit den Jugendlichen schon einiges machen. Wir bieten Challenges an, die auch super angenommen werden“, sagt Boelsen. Beispielsweise den Ball hochhalten per Kopf, als Wandspiel. Per Handyvideo wird das festgehalten und dokumentiert. Es geht dabei auch um kleine Prämien wie Gutscheine oder Getränke und Bratwurst, wenn es wieder auf den Platz geht. Unterstützt wird das vom Förderverein. Der Förderverein ist uns auch in dieser Zeit eine wertvolle Hilfe.

In den Mannschaftsgruppen bei WhatsApp wird auch viel diskutiert. „Wenn Deutschland beispielsweise (wie zuletzt geschehen) gegen Spanien mit 0:6 verliert, dann kommt richtig Leben in die Gruppe“, fügt Berthold Boelsen an. „Trotz der Corona Krise bleiben wir mit unseren Teams in Verbindung. Der Spaß geht uns nicht verloren.“

So werden wir auch Ende Januar/Anfang Februar die erste Trainerbesprechung im neuen Jahr durchführen. Wir werden unsere Überlegungen und Vorstellungen austauschen, wie wir weiter vorgehen können. Es gibt allerdings noch einen Punkt, der geht über alles. Wir hoffen allesamt, dass es bald wieder auf den Platz gehen kann und dass alle gesund bleiben“, sagt Berthold Boelsen zum Abschluss.

Andreas Kempe Nordwest-Fußball / Autor
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