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NWZonline.de Fussball

FC Hude dreht Rückstand in Nachspielzeit

20.08.2018

Wilhelmshaven /Hude Jedes Spiel ist für einen Aufsteiger bekanntlich schwer. Für den FC Hude stand am Sonntag ein sehr schweres Auswärtsspiel beim Favoriten WSC Frisia auf dem Programm. Immerhin war klar, Frisia wollte es besser machen als zuletzt beim 2:2 in Eversten als man eine 2:0-Führung nicht über die Zeit bringen konnte und nur Remis spielte.

Die Gastgeber übernahmen auch sofort das Geschehen auf dem Platz und in der 23.Minute erzielte Nils Heidemann auch den verdienten Führungstreffer, per Elfmeter. „Das wir zur Pause nicht mit 0:3 oder 0:4 hinten gelegen haben, war schon erstaunlich“, sagte Hude-Coach Lars Möhlenbrock, angesichts einer „unterirdischen ersten Hälfte“.

„Da fehlte alles, was den Fußball ausmacht. Leidenschaft und die Liebe zu dem Sport. Die Jungs haben Frisia machen lassen“, fügt Möhlenbrock an, der für seine Pausenansprache auch nur etwa zehn Minuten brauchte. „Dann bin ich raus und habe die Jungs mal nachdenken lassen“, so Möhlenbrock, anscheinend mit Erfolg.

Eine Viertelstunde vor Spielende erzielte Hendrik Wendt zwar das 2:0, doch hatte man immer das Gefühl, da passiert noch was und das tat es ja auch. „Entscheidend war heute, was von der Bank kommt und vor allem wie“, sagte Lars Möhlenbrock der mit Marko Schrank und Nico Faulhaber für frischen Wind sorgte.

Es gab insgesamt gut sieben Nachspielzeit, die durch einige Spielunterbrechungen erklärbar ist, selbst in der Nachspielzeit musste noch ein Keeper behandelt werden und diese Nachspielzeit belohnte sich der Aufsteiger mit einem Punktgewinn. Nico Faulhaber erzielte in der 90.Minute den Anschlusstreffer und Torben Hellemann brachte den Ball in der siebten Minute der Nachspielzeit zum 2:2-Endstand im Tor der Gastgeber unter.

„Ganz ehrlich, wenn mich nach 45 Minuten jemand gefragt hätte ob ich Trainer des FC Hude bin, hätte ich klar verneint. Nach dem Abpfiff bin ich stolz Trainer des FC Hude zu sein und stolz auf die Jungs, was sie in der zweiten Hälfte geleistet haben. Jetzt müssen wir es nur noch in den Kopf bekommen, das man diese Leistung über das gesamte Spiel bringt, dann hätte man so ein Spiel wie heute möglicherweise auch gewinnen können“.

Für den WSC Frisia war das Spiel gegen den FC Hude somit ein Deja vu zum Eversten Spiel und das zweite Unentschieden in Folge. „In der ersten halben Stunde war es das Frisia-Spiel. Die Mannschaft hat den FC Hude kaum teilnehmen lassen, doch irgendwie, nach dem 1:0, haben sie einen Gang zurückgeschaltet und Hude mitwirken lassen“, sagt Rolf Oppenländer (WSC).

„In der zweiten Hälfte fiel dann das 2:0 in der 75.Minute aber man hatte doch immer das Gefühl, wir sind nicht durch und das hat sich ja bewahrheitet. Nach dem 2:1 hat die Mannschaft auch gar nicht clever agiert und am Ende hat Hude einen verdienten Punkt mitgenommen, weil sie bis zum Ende gefightet haben. Beim WSC Frisia steht noch ein wenig Arbeit unter der Woche an.

Andreas Kempe Nordwest-Fußball / Autor
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