Häme für Franz Beckenbauer
AS: Jetzt kennt der Kaiser Getafe. Große zweite Halbzeit der Madrider. Es lebe Euro-Geta! Ein Sturm fegte in der ersten Halbzeit über den Platz, aber Getafe hielt stand. Marca: Die blaue Welle erobert München. Getafe ist ein Kaiser des Fußballs.
El Mundo Deportivo (alle Spanien): Das Supertor von Contra brachte Gerechtigkeit. Nun liegt der Druck auf Bayern. Beckenbauer weiß jetzt, wer Getafe ist.München/Leverkusen/dpa Der Ausrutscher im Uefa-Pokal soll in einer Woche bereinigt werden, erstmal aber will Bayern München in der Liga einen weiteren Schritt Richtung Meistertitel machen. „Jetzt kommt die Jetzt-erst-Recht-Stimmung auf. Ich hoffe, dass wir am Sonntag geladen sind“, blickte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld einen Tag nach dem 1:1 im Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Getafe auf die Bundesliga-Partie gegen den VfL Bochum (17 Uhr). „Wir werden eine Trotzreaktion zeigen und können einiges bei unseren Fans wiedergutmachen.“
Mit einem Pfeifkonzert hatten die 62 000 Zuschauer am Donnerstagabend den Ausgleichstreffer in der 90. Minute gegen die Spanier quittiert. Doch lange aufhalten mochte sich beim FC Bayern keiner mit diesem Schock, vielmehr beschäftigte sich Oliver Kahn mit der großen Reifeprüfung im Rückspiel . „Wir werden da weiterkommen und wenn es im Elfmeterschießen ist“, kündigte der überzeugte Kapitän an.
Für den Besuch des zukünftigen Bayern Trainers Jürgen Klinsmann in der Münchner Arena zeigte Kahn derweil kein Verständnis. „So etwas habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt, dass ein Trainer, der erst in der
kommenden Saison in der Verantwortung steht, schon in der laufenden Saison auf der Tribüne sitzt“, wetterte Kahn: Ich halte das für keinen guten Stil. Das macht man nicht.“
Nach der Bruchlandung im Uefa-Pokal geht bei Bayer Leverkusen dagegen die Angst vor einem Absturz in der Fußball-Bundesliga um. „Wir müssen deshalb den Schalter umlegen und das Spiel aus dem Kopf bekommen“, sagte Sportdirektor Rudi Völler nach dem 1:4-Desaster im Viertelfinale gegen Zenit St. Petersburg.
Während er schon mit Sorge an das Gastspiel am Sonntag (17 Uhr) bei Borussia Dortmund dachte, herrschte unter den Profis tiefe Niedergeschlagenheit. „Wir haben das schlechteste Spiel der Saison gemacht“, meinte Bernd Schneider.
