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FUßBALL Rutten verordnet Schalkern Teamgeist

Urgestein bei Twente Enschede

Fredericus Jacobus Rutten

war als 15-Jähriger zu Twente Enschede gekommen und absolvierte zwischen 1979 bis 1992 307 Profi-Spiele für den Club an der deutsch-niederländischen Grenze, gut 100 Kilometer von Gelsenkirchen entfernt. Wegen eines Hüftleidens musste der Abwehrspieler seine aktive Karriere beenden.

1996 wurde er Co-Trainer von Hans Meyer, 1999 Chefcoach. 2001 folgte der Pokalsieg gegen PSV Eindhoven, der Rutten zum Assistenten von Guus Hiddink machte. Im Juli 2006 kehrte Rutten nach Enschede zurück.

Manager Müller jubelte über die Verpflichtung. Der 45-Jährige tritt am 1. Juli seinen Dienst in Gelsenkirchen an.

Gelsenkirchen/sid Fred Rutten war sofort mit Feuer-eifer bei der Sache. „Wir sind in Deutschland“, ermahnte der künftige Trainer des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 seinen Landsmann, der eine Frage auf Niederländisch stellen wollte: „Ich möchte, dass wir Deutsch sprechen.“

Dem netten Herrn Slomka folgt auf Schalke der harte Hund Rutten. Nach insgesamt 25 Jahren als Spieler, Assistent und Cheftrainer beim Ehrendivisionär Twente Enschede wagt der 45-Jährige den Sprung zu den Königsblauen, die sechs Jahre nach dem Abschied von Huub Stevens wieder auf „Oranje“ setzen. Und bei seiner Vorstellung vor 20 Kamerateams und 100 Journalisten in der Arena ließ Rutten keine Zweifel aufkommen, dass er genau weiß, was er will.

„Ich bin stolz, in einer großen Liga mit einem sehr großen Verein arbeiten zu dürfen. Schalke passt zu mir, und ich bin sicher, dass wir gemeinsam in der Zukunft einige Schritte nach vorne machen können“, sagte Rutten, der seinen Dienst offiziell am 1. Juli antreten und damit den am 13. April entlassenen Mirko Slomka beerben wird.

Die Interimstrainer Mike Büskens und Youri Mulder, die Schalke bis zum Saisonende wieder in die Championsliga führen sollen, werden dann unter Rutten als Assistenten arbeiten.

„Fred war für mich vom ersten Moment an die erste Wahl. Er hat Fachkompetenz, Ausstrahlung und Persönlichkeit. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass er der richtige Trainer für Schalke ist“, sagte Manager Andreas Müller, der unmittelbar nach der Entlassung Slomkas Kontakt zu Rutten aufgenommen hatte. Schon Anfang Januar habe er ein Spiel von Twente beobachtet und sei „begeistert“ gewesen: „Ordnung, Disziplin, das Spiel nach vorne – Freds Handschrift war klar zu erkennen, das hat mir sehr imponiert.“

Rutten wird Twente am 1. und 4. Mai noch in zwei Spielen gegen NAC Breda um den Einzug in die Championsliga-Qualifikation betreuen und will erst danach an Schalke denken. „Twente zu verlassen, fällt mir sehr schwer. Aber ich glaube, dass ich etwas hinterlasse, mit dem der Verein gut weiterarbeiten kann“, sagte Rutten, der sich bis Saisonende auch nicht in Büskens’ und Mulders Arbeit einmischen will.

Worauf er Wert legt, machte er aber schon deutlich: „Der Teamgeist ist sehr wichtig, und Regeln müssen sein, sonst kann eine Mannschaft nicht erfolgreich sein.“

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