Gekas bleibt vorne
17 Tore: Theofanis Gekas (VfL Bochum). 14 Tore: Roy Makaay (Bayern München). 13 Tore: Alexander Frei (Borussia Dortmund), Kevin Kuranyi (Schalke 04) Mario Gomez (VfB Stuttgart).Elf des 29. SpieltagesDrobny (Bochum) – Meira (Stuttgart), Vasoski (Frankfurt), Bordon (Schalke), Tarnat (Hannover) – Huggel (Frankfurt) – Munteanu (Cottbus), Diego (Bremen), Gilberto (Berlin) – Radu (Cottbus), Amanatidis (Frankfurt).Der 30. SpieltagFreitag: Werder Bremen - Al. Aachen (20.30 Uhr). Sonnabend: VfB Stuttgart - FC Bayern, Hertha BSC - Bor. Dortmund, Bayer Leverkusen - 1. FC Nürnberg, VfL Wolfsburg - A. Bielefeld, Eintr. Frankfurt - VfL Bochum, Schalke 04 - En. Cottbus (alle 15.30 Uhr). Sonntag: Hannover 96 - Bor. M’gladbach, Hamburger SV - Mainz 05 (beide 17 Uhr).Von Oliver Schulz
Wenn Mirko Slomka der Knut der Fußball-Bundesliga ist, dann ist Ernst Middendorp Ernst! So heißt der Käfignachbar des Medienlieblings im Berliner Zoo. Der eine Ernst ist Malaienbär und fristet von Zuschauern und Kameras nahezu unbeachtet sein Dasein, der andere Ernst ist Trainer und hat Arminia Bielefeld medienwirksam auf einen Abstiegsplatz geführt.
Kindchenschema und unglückliche Jugend haben den von Mama Tosca verstoßenen Eisbären in Sachen Aufmerksamkeit, so der Zoo-sprecher, in eine andere Liga katapultiert. Letzteres hat auch Ernst vor – mit den Bielefeldern. Die Heimpleite gegen Frankfurt war schon das sechste verlorene „Endspiel“ im Jahr 2007 nach den Niederlagen gegen Mönchengladbach, Bochum, Mainz, Cottbus und Aachen.
Der „Arminen-Trainer des Jahrhunderts“, der im März das Zepter übernahm, vermisste nach der 2:4-Niederlage gegen Mitkonkurrent Frankfurt den Überlebenstrieb in seiner Mannschaft. Um zu lernen, wie es ist, sich in freier Natur im hunderte Kilometer weitläufigen Jagdrevier austoben zu können, werden die Arminen am Dienstag ein Feldlager im malerischen Hasetal beziehen.
Kommen wir zur Sonnenseite der Liga. Wie Knut weiß auch Mirko Slomka, wie es ist, wenn einen die Mama nicht mehr lieb hat. Der Schalker Trainer hat als Einzelkämpfer indes alle Widrigkeiten überstanden. Spätestens nach dem überzeugenden 3:0-Sieg in Mainz kann in Gelsenkirchen über die Feierlichkeiten nachgedacht werden.
Im Gedenken an die drei Titel-Minuten im Jahre 2001 und die folgende sechsjährige Staatstrauer entfalten die Schalker derweil ihre volle Opferbereitschaft. „Wenn wir am vorletzten Spieltag mit einem Sieg in Dortmund Meister werden, dann laufe ich zu Fuß nach Hause“, kündigte Nationalspieler Gerald Asamoah schon mal an.
Alles wird Knut!
