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NWZonline.de Fussball-WM

Wie Löw seine Elf umstellen muss

21.06.2018

Oldenburg Die Diskussionen, wie die Nationalmannschaft an diesem Samstag (20 Uhr/ARD) gegen Schweden das vorzeitige Aus bei der WM in Russland verhindern kann, laufen in Fußball-Deutschland auf Hochtouren. Klar ist nur: Nach dem schwachen 0:1 gegen Mexiko wird Bundestrainer Joachim Löw kaum der gleichen Startaufstellung vertrauen. Die NWZ macht einen Vorschlag, welche Elf das Team am besten im Turnier halten kann. Die Prognose: Löw bleibt seinem 4-2-3-1-System treu und wird auch zu viel über den Haufen werfen wollen, nimmt aber drei Wechsel in der Startelf vor.

Viererkette

Vor dem unumstrittenen Torwart Manuel Neuer gibt es am wenigsten Diskussionen. Die gegen Mexiko zu oft allein gelassenen Mats Hummels und Jérome Boateng bilden erneut die Innenverteidigung. Joshua Kimmich verteidigt rechts – dürfte nun aber deutlich zu hören bekommen haben, dass ein Rechtsverteidiger eben nicht nur offensiv denken sollte. Links ersetzt Jonas Hector (beim Auftakt erkrankt) Marvin Plattenhardt. Er sollte der Defensive mit seiner Ballsicherheit und Übersicht neue Stabilität verleihen.

Defensives Mittelfeld

Zugegeben: Toni Kroos und Ilkay Gündogan sind zwei eher offensiv denkende Sechser. Der phlegmatische Khedira aber war der schwächste aller Deutschen zum WM-Auftakt, muss konsequenterweise auf die Bank. Sebastian Rudy denkt wohl zu defensiv, Leon Goretzka zu offensiv, so dass Gündogan der richtige Mann an der Seite von Kroos ist. Vor dem Turnier war er aufgrund seiner umstrittenen Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogğan im Kreuzfeuer der Kritik, nun profitiert er vom deutschen Fehlstart. Alles projiziert sich auf die sportlichen Probleme, Gündogan genießt die zurückkehrende Ruhe um seine Person und könnte mit cleveren Pässen und zielgerichteten Laufwegen in die Spitze zum entscheidenden Spieler gegen Schweden werden.

Offensives Mittelfeld

Fernab aller Kontroversen um Erdogan-Fotos oder seine ihm eigene Körpersprache hat Mesut Özil derzeit einfach nicht die Form, um das Spiel zu lenken. Der frühere Bremer ist nach wie vor stark am Ball, spielt aber ohne Tempo und Mut. Meist dreht er sich nach hinten, spielt einen Quer- oder Rückpass. Marco Reus wird nach Löws schief gegangenem Plan, den Dortmunder für die wichtigen Spiele zu schonen, für Özil in die Startelf rutschen – aber auf der rechten Seite auflaufen. Julian Draxler bleibt links, der Pariser machte noch den explosivsten Eindruck gegen Mexiko, wenn auch wenig klappte. Dank des Wechsels Reus für Özil rückt Thomas Müller von der rechten Seite ins offensive Zentrum. Der Münchner hat nicht mehr die Schnelligkeit, um auf außen Gegenspieler stehen zu lassen. Er hat aber nach wie vor das Auge für den Raum, besitzt aus der Mitte heraus alle Möglichkeiten, seine ungewöhnlichen Laufwege zu gehen und torgefährlicher als zuletzt aufzutreten.

Stürmer

Die Stimmen werden lauter, die in Mario Gomez einen klassischen Mittelstürmer vorn sehen wollen. Gegen die Schweden, die sehr tief stehen werden und physisch starke Spieler haben, ist Timo Werner aber die bessere Wahl. Deutschland kann die Skandinavier in erster Linie am Boden besiegen und nicht in der Luft. Der Leipziger ist schneller als seine Gegner, kann dadurch Lücken reißen und ist für die vertikalen Pässe der gefährlichere Angreifer. Zudem ist er variabler als Gomez und könnte mit Müller zeitweise die Positionen tauschen.

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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