GELSENKIRCHEN/DORTMUND - Ehemalige Profis der Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und Borussia Dortmund haben vor dem 130. Derby in einem Offenen Brief an die Fairness der Fans appelliert. „Es ist vom Gefühl her natürlich mehr als nur ein Fußballspiel. Dennoch muss das Derby allein sportlich entschieden werden“, hieß es am Freitag in einer von Rüdiger Abramczik, Ingo Anderbrügge, Ulrich Bittcher, Siggi Held, Gerd Kleppinger, Heini Kwiatkowski und Rolf Rüssmann unterzeichneten Erklärung.

Grund für die Maßnahme sind die unschönen Begleiterscheinungen und gegenseitigen Provokationen rund um das Derby am 33. Spieltag der Vorsaison, als Schalke mit dem 0:2 in Dortmund die letzte Chance auf den Meistertitel in der Fußball-Bundesliga verspielte. Aus Sorge vor Ausschreitungen beim Duell beider Teams an diesem Sonnabend in Gelsenkirchen gab es bereits andere deeskalierende Vorkehrungen. So hatte es ein Versöhnungsgespräch von führenden Vereinsvertretern gegeben.

Derweil hat Schalkes Neuzugang Carlos Javier Grossmüller seine Spielgenehmigung erhalten. Die Freigabe für den 24-jährigen Mittelfeldspieler hatte sich verzögert, weil die erforderlichen Unterlagen aus Uruguay erst am Freitag vorlagen.