GELSENKIRCHEN - Auch nach dem Einzug von Bayern München ins Champions-League-Finale setzt Felix Magath weiter auf Psychospielchen im Titelduell mit dem Rekordmeister. Ich ändere nicht jeden Tag meine Meinung, sagte der Trainer des FC Schalke am Mittwoch. Die Ausgangslage im Meisterrennen ist für den Coach gleichgeblieben.
Magath glaubt weiter an die Chancen seines Teams: Wir haben das schwerere Restprogramm, sagte Schalkes Coach. Aber der FC Bayern hat sich auch schon gegen schwächere Teams nicht so stark präsentiert. Ich glaube, dass sie straucheln werden. Schon seit einer Woche versucht Magath, die Münchnerzu verunsichern. Mehrmals betonte er, dass Bayern in den Champions-League-Halbfinalspielen Kraft lassen würde.
Zwei Spieltage vor dem Saisonende der Fußball-Bundesliga gehen Spitzenreiter München und Schalke (beide 64 Zähler) punktgleich ins Rennen um die Meisterschale. Die Münchner haben jedoch die um 13 Treffer bessere Tordifferenz und mit dem Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten VfL Bochum und der Partie am 8. Mai beim Tabellen-Letzten Hertha BSC das vermeintlich leichtere Restprogramm. Schalke hat an diesem Sonnabend den Dritten Werder Bremen zu Gast und muss dann in Mainz antreten.
Auf den Fall der Fälle ist Gelsenkirchen vorbereitet: Die Meisterfeier soll am 9. Mai vor dem Musiktheater im Revier (MiR) in der Innenstadt steigen, ein Autokorso quer durch die Stadt ist geplant. Weil am selben Tag Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen sind, hat die Stadt bereits zusätzliche Wahlhelfer rekrutiert, da viele der 1500 Wahlhelfer bei einer Meisterfeier anderweitig benötigt würden.
Für Marcelo Bordon könnte das die letzte Feier als Schalker sein. Der 34-Jährige, der noch einen Vertrag bis Mitte 2011 hat, denkt nach der Verpflichtung von Christoph Metzelder über seinen Abschied nach.
