GELSENKIRCHEN/LEIPZIG - Ein Ende der Suche nach einer neuen sportlichen Führung bei Schalke 04 ist nach dem Rückzug von Manager-Wunschkandidat Oliver Kahn nicht in Sicht. Nach der Absage des ehemaligen Nationaltorhüters hat auch Huub Stevens erklärt, nicht als möglicher Interims-Trainer zur Verfügung zu stehen. „Ich möchte diese Saison meine Freiheit haben und erst in der kommenden Saison wieder angreifen“, sagte der 55-Jährige.

Auch nach dem Korb von Kahn für Schalke habe es keinen Kontakt zu den Verantwortlichen der „Königsblauen“ gegeben. „Damit rechne ich auch nicht mehr“, so Stevens, der mit Schalke zwischen 1996 und 2002 drei Titel gewann.

Als Manager-Kandidat und möglicher Nachfolger des am 9. März beurlaubten Andreas Müller ist Kurt Gaugler hinzugekommen. Er ist ehemaliger Manager von Drittligist Wacker Burghausen und derzeitiger Geschäftsführer der Bundesliga-Stiftung der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Kahn hatte die Absage mit Zeitmangel durch andere Aufgaben begründet. „Es wäre eine sehr, sehr interessante Aufgabe gewesen. Ich habe mich intensiv damit beschäftigt. Aber ich habe meine Aufgaben in Asien, mein Buch, meine Aufgabe beim ZDF“, sagte Kahn. Die Anfrage sei „sechs bis acht Monate zu früh“ gekommen.

In China wird Kahn in einer TV-Unterhaltungssendung helfen, als Jurymitglied junge Torwart-Talente zu finden. Zudem ist der 39-Jährige neuer Botschafter der Sepp-Herberger-Stiftung. Kahn will nach eigenen Angaben dabei vor allem Projekte für Kinder und Jugendliche begleiten.

Während auf Schalke also weiter nach Personal-Lösungen Ausschau gehalten wird, werden an diesem Montag zunächst Youri Mulder und Mike Büskens das Training leiten. Im Kandidatenkreis als Interimstrainer bis zum Sommer wird auch der griechische

Nationalcoach Otto Rehhagel genannt. Kein Interesse an einem Wechsel zum FC Schalke hat Ottmar Hitzfeld.