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NWZonline.de Sport Fußball

Frank Willenborg sorgt für heftige Diskussionen

18.02.2019

Gelsenkirchen Nach der Nullnummer bei Schalke 04 hielt Christian Streich sein ganz persönliches Plädoyer gegen den Videobeweis. „Wir leben im Technologie-Zeitalter, aber ich bin altmodisch und hab’ das Spiel lieber, wie’s vorher war“, sagte der Coach des SC Freiburg nach dem 0:0 beim kriselnden Vizemeister: „Gerechter wär’s nicht. Aber es wäre der Fußball, den ich in den 30 Jahren vorher kennengelernt habe.“ Der Videobeweis könne zwar objektiv über eine ganze Saison gesehen „mehr Gerechtigkeit“ bringen, erläuterte Streich: „Aber das Spiel ist ein anderes geworden. Wenn es ein Tor gibt, traut sich niemand mehr zu jubeln.“

In Gelsenkirchen blieb Streich am Samstag der Jubel über den Siegtreffer verwehrt, weil Videoassistent Harm Osmers einen Handelfmeter revidierte. Nachdem der Ball dem Schalker Omar Mascarell an den Ellbogen gesprungen war, entschied Schiedsrichter Frank Willenborg aus Gehlenberg (Kreis Cloppenburg) zunächst auf Elfmeter (81. Minute), ruderte nach Intervention aus Köln aber zurück.

„Ich habe gedacht, dass Köln sich nur meldet, wenn es eine krasse Fehlentscheidung ist“, klagte Streich: „Anscheinend ist es aber doch nicht so.“ In der ersten Halbzeit hatte Willenborg den Schalkern einen Strafstoß verweigert, obwohl Freiburgs Lukas Kübler der Ball gleich mehrfach an Hand und Arm gesprungen war – der 40-jährige Willenborg vom SV Gehlenberg-Neuvrees ließ sich diese Entscheidung durch die Videobilder bestätigen.

Der frühere Weltschiedsrichter Markus Merk zeigte sich verwundert über den Ablauf der strittigen Szenen. „Nach den Anweisungen war für mich klar, dass es Elfmeter gibt“, sagte Merk: „Ich war erstaunt, dass dann der Videoassistent eingegriffen hat.“

Die Kübler-Szene sah auch Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich als Entscheidung im Grenzbereich an – und kritisierte die Intervention aus Köln. „Bei Situationen im Grenzbereich sollte die Entscheidung des Schiedsrichters auf dem Feld durch den Video-Assistenten nicht infrage gestellt werden“, sagte Fröhlich.

Willenborg zog auch mit seiner Gelb-Roten Karte für den Freiburger Christian Günter (90.+2) den Ärger von Streich auf sich. „Unverständlich“ und „verrückt“ sei der Platzverweis gewesen, schimpfte der SC-Trainer. Unstrittig war hingegen die Rote Karte gegen den Schalker Suad Serdar (42.).

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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